Spottlight #44: Kurz vor dem Sturm

Irgendwas ist hier schiefgelaufen. Das letzte SL wurde mit dem Anhang „Teil 1“ veröffentlicht, aber es gibt keinen Teil 2. Wir haben ihn vergeblich gesucht, aber ich kann heute nicht einmal mehr sagen, ob ich ihn überhaupt geschrieben hatte.  Möglich wäre auch, dass Kalle ihn geklaut hat, und ihn in einem dunklen Nottulner Keller gefangenhält, so wie den komischen Hamster, den er immer wieder vor GMB-Ausgaben bemüht. Ich fürchte aber, ich hab ihn gar nicht geschrieben, sondern bin ihn nur gedanklich durchgegangen. An diese Gedanken erinnere ich mich nur leider auch nicht mehr.

 Gmb21

Diesem GMB, quasi eine Art 15th-Anniversery-Ausgabe wollte ich noch schnell zuvorkommen. Er handelt vorzugsweise von dem in gut 2 Wochen erscheinden Album, über das in eben diesem Heft alles Wesentliche drinsteht. Wobei es diesmal schwer ist, das kommende Album angemessen in Worte zu fassen. Gerade heute fiel mir das auf, als mir der aktuelle Rolling Stone auf den Tisch kam. Arne Willander konnte sich erstaunlicherweise nur zu 4 Sternen  (von möglichen 5) durchringen, und schreibt in seiner Rezi mehr über die Ängste vor neuen HRK-Alben, als über das Album selbst. Zwar kommen Höchstwertungen im RS nur alle paar Jubeljahre mal vor, aber wäre es angemessen gewesen. Zudem adelt Willander auch gleich noch Wolf Maahn mit seinem wirklich nicht sehr originellen Solo-Akkustikwerk, auf dem sich ausschließlich sattsam bekanntes Material tummelt, mit ebenfalls einer Viererwertung. Und die Krönung ist, dass der gleiche Rezensent auch noch das anstehende Neuprodukt der in die Jahre gekommenen Syntiepopper Pet Shop Boys mit 4 Sternen bekleistert. Hmpf…

Auch in Fankreisen werden wir spannende Debatten haben. Niemand wird diesmal über zu stark ausbalancierte Radiotauglichkeit oder Auftritte bei Carmen Nebel meckern. Stattdessen werden wir uns fragen, warum ein solches Meisterwerk nicht die verdiente Aufmerksamkeit im Land erlangt. Ob man nicht doch irgendwas hätte tun können, um wilde Ungezwungenheit und Kommerz dieses eine Mal zu vereinen.

Und wir werden diskutieren, wieviel Räuberzivil das nächste Verstärkungs-Album verkraftet. Warum sich diese explosive Spontanität eben nicht auf Sony-Produktionen übertragen läßt. Warum man bei Carmen Nebel nicht mit „Die Waffe“ auftreten kann.

Bis gleich also…

 

 

 

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