HEINZ in die HITPARADE

hitparade 2Zeig dass Du ein Wunderkind bist und HEINZ unterstützen möchtest:

Vorfahrt für den guten Geschmack. Voten, voten … Die neue Single in die Hitparade wählen und ganz nach oben bringen…  Nur ein paar Klicks                    MDR – Radio VHR –  BRF Radio  Radio Berlin 88.8

Viele Radiostationen sind gerne bereit auf Hörerwünsche zu reagieren, also worauf wartest Du noch – an die Tastatur, das Telefon und voten, voten   ÜBERSICHT Radiostationen

Heinz-Rudolf-Kunze-Das-Paradies-ist-hierAuch die ahnungslosen KUNZE Interessierten, falschen Radiokanal-Hörer, Nicht- Zeitungsleser, Nicht-TV-, Internet-, Sozialmedien-Nutzer oder Totalverweigerer sollten über diesen Weg „SINGLE im RADIO“ von dem neuen, tollen Album DEUTSCHLAND erfahren.

 

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Wunderkinder auf der Baustelle Deutschland

Wunderkinder auf der baustelle Deutschland kurz

Im frühen Oktober 2015 waren wir Wunderkinder in Hannover unterwegs. Die Baustelle HRK Deutschland war unser Thema. Wir wollten uns die einzelnen Projekte dieser Baumaßnahme ansehen oder besser hören und die Baumaterialien auf Qualität und Güte untersuchen. Die Vorgespräche vom ersten Planen des Architektenentwurfs, der Festlegung der Reihenfolge des Baufortschritts (siehe SPOTTLIGHT #51 v. 14.07.15) bis hin zum Zusammenbau hatten uns schon sehr neugierig gemacht. Sehr gespannt waren wir auf das Ergebnis des Zusammenspiels der Arbeitsgemeinschaft-Verstärkung (ArgeVe) und wie diese aus den rohen Steinen auf dem Bauhof in Bremen zur Veredelung beigetragen hatte, welche Edelsteine dort geformt wurden. Der Architekt und Bauleiter HEINZ begrüßte uns und war, wie er meinte, glücklich, dass der Termin doch noch im alten Jahr zustande kam. Er selbst hatte das fertige Projekt, allerdings noch ohne die letzten, aber verkaufswichtigen Unterlagen und Dossiers, erst einige Tage vorher erhalten. Er wäre wohl untröstlich gewesen, wenn die „kleine Tradition“ Prelistening mit den Wunderkindern nicht mehr geklappt hätte. Nachdem wir uns bequem niedergelassen hatten, lauschten wir auf das Endergebnis einer Produktion, die verglichen mit den bisherigen Verstärkungsalben der 2000er Jahre, doch ganz anders entstanden ist. Wer sich dunkel an unseren Text zum letzten Band-Album „Stein vom Herzen“ erinnert, konnte Freude und Erleichterung über eine konsequente Umkehr herauslesen. Umkehr von einer Entwicklung, die auf zu viele Kompromisse zurückzuführen war. Das vorletzte Album „Die Gunst der Stunde“ war zu einer polierten Fassade mutiert, die es allen recht machen sollte. „Stein vom Herzen“ wirkte dagegen wie eine Befreiung – lebendig, authentisch, kraftvoll. Und nun geht „Deutschland“ noch einen Schritt weiter. …………….. weiterlesen HIERCD von wuki_deutschland_coverdeutschland_kunze_klein

 

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HEINZ RUDOLF KUNZE Unterstützer-Mannschaft

megaphoneAUFRUF – AUFRUF – AUFRUF – AUFRUF – AUFRUF – AUFRUF 

Im Vorlauf zur DEUTSCHLAND-Tour 2016 ist geplant an den jeweiligen Auftrittsorten durch eine HEINZ RUDOLF KUNZE Unterstützer-Mannschaft  die Werbetrommel zu spielen, um die Heute gewollt oder ungewollt, oftmals ahnungslosen KUNZE Interessierten, falschen Radiokanal-Hörer, Nicht-Zeitungsleser, Nicht-TV-, Internet-, Sozialmedien-Nutzer oder Totalverweigerer über das neue Album-Meisterwerk „DEUTSCHLAND“ und die große Tournee ab Oktober 2016 zu informieren.

Angedacht ist u.a. die Verteilung und/oder das Auslegen von Flyern bzw. Werbematerial in eurem Wohnort, in eurem Bekanntenkreis usw.

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Melde Dich per Email wunderkinder@onlinehome.de oder per Fax 02502-4836899 zur Aktion bei uns an.  Wir benötigen die komplette Postanschrift und eine Telefonnummer bis zum 15. Januar 2016 – Wir melden uns dann zeitnah und informieren über weitere Details dieser längerfristigen Werbeaktion HEINZ RUDOLF KUNZE- Unterstützermannschaft. Sichert Euch auch die Vorteile als Mitglied der HRK-Unterstützermannschaft, denn Engagement mit Herzblut soll sich lohnen. Jedes Mitglied der HRK-Unterstützermannschaft kommt selbstverständlich auf die exklusive Gästeliste für das HRK&Verstärkungs-Tour-Konzert an seinem Wohnort u.a.m. – Also nicht zu lange überlegen, die Mannschaft wird nach Anmeldedatum zusammengestellt. zur HRK-Unterstützer-Mannschaft

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DEUTSCHLAND das neue Album ab 12. Februar 2016

deutschland_kunze_kleinDEUTSCHLAND  das neue HEINZ RUDOLF KUNZE Album ab 12. Februar 2016

die WUNDERKINDER sprechen hier darüber…

Kopie von heinz weihnachtsmannWUNSCHZETTEL: Deutschland mein Zuhause –  Deutschland mein Revier –  so vieles dürfte anders sein – ach das wünsch ich mir!

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Spottlight #52 v. 06.12.2015

sexy-bondage-badeenteEin Gummientchen beizugesellen

Was? Schon wieder ein neues Programm.
Wir hatten 2013 KuK, mit fast überwiegend neuen Songs. 2014 die Bandtour zum „Stein vom Herzen“-Album. Und dann die Räuberzivil-Quartett-Konzerte, wo mal eben ein nagelneues Doppelalbum fast komplett aufgeführt wurde.
Drei völlig unterschiedliche Programme, nahezu ohne Schnittmengen bei den Songs, und mit komplett unterschiedlichen Bands.
Dabei reden wir jetzt nicht über parallel laufende Lesungsformate, Kinderbuchserien, Übersetzungen und publizistische Arbeiten, sondern nur über den Musiker HRK, für den man den Begriff Vielseitigkeit immer wieder neu definieren muss.

Jetzt also ein Solo-Programm. Gut, wer Heinz etwas oberflächlicher betrachtet, könnte jetzt auf die Idee kommen, der Mann setzt sich da jetzt mit einer Gitarre hin, spielt wahllos ein paar eingängige Songs, und hier weiterlesen

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Heinz Rudolf Kunze sammelt Instrumente für Flüchtlinge

HEINZ RUDOLF KUNZE sammelt Instrumente für Flüchtlinge

Kopie von 20150801_205404“Sie brauchen nicht nur Essen und Kleider”, sagt Heinz Rudolf Kunze – und sammelt Instrumente für Flüchtlinge. 

“Sport und Musik sind die Dinge, mit denen Menschen ihr Leben einigermaßen freundlich gestalten können”, sagt Heinz Rudolf Kunze. Der Musiker rief deshalb in einem Interview mit der “Neuen Presse” dazu auf, Instrumente für Flüchtlinge zu spenden. “Diese gebeutelten Menschen brauchen ja nicht nur Essen und Kleider, sondern sie müssen auch etwas zu tun haben in ihrer schrecklichen Situation”, so Kunze gegenüber der Zeitung. Er hoffe, dass möglichst viele Instrumente zusammenkämen, die den Flüchtlingen Spaß bereiteten und sie ein wenig ablenkten. Außerdem wünsche er sich, dass das Beispiel Schule mache und am Ende in vielen Flüchtlingsheimen musiziert werde.

“Musik hilft”

Kunzes Aktion “Musik hilft” richte sich besonders an Musiker: “Jeder Musikant hat irgendwelche Geräte, die er nicht mehr wirklich dringend braucht.” Gefragt seien aber auch Hobbymusiker und Privatleute. Jedes Instrument werde gebraucht. Er selbst wolle mit drei Gitarren den Anfang machen. Wer ein Instrument spenden will, kann sich per Mail an das Management wenden: steven.dornbusch@la-futura-music.com.

Der Aufruf gelte zunächst bis Ende September.

Um auch Ihre Spende / Unterstützung an die richtigen Stellen weiterleiten zu können, bitten wir Sie um folgende Angaben: um welches Instrument handelt es sich? Wo befindet sich das Instrument gerade (PLZ und Ort)?
Wir werden Ihre Angaben dann bei uns im System einpflegen und Ihnen dann mitteilen wo sie das Instrument abgeben können. Gern können Sie dieses aber auch an die zentrale Sammelstelle schicken bzw. dort abgeben.
Ansprechpartner ist dort Herr Georg Schröder. SPV Schallplatten, Produktion und Vertrieb GmbH – Boulevard der EU 8 – 30539 Hannover TEL: 0511 / 87090 zum Forum

 

 

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„einstimmig“ – Heinz Rudolf Kunze solo

solo„einstimmig“ – Premiere in Norddorf auf Amrum

Konzertbericht von Birgit Rentz (c)Fotos Annette Krüger

Eine wahrhaftige Premiere gibt es am Abend des 12. August 2015 in Norddorf auf Amrum, wo Heinz zum ersten Mal in seinem bereits weit mehr als dreißig Jahre andauernden musikalischen Leben einen ganzen Konzertabend lang allein (= „einstimmig“ = solo) auf der Bühne steht. Nein, er steht nicht, er sitzt: mal an einer von drei Gitarren, mal am Piano. Und es sitzt, das Programm, das er in der Vorbereitung einstudiert hat und das neben 27 Liedern eine Reihe von Sprechtexten enthält. Es ist ein bunter Mix aus alten – teilweise sehr alten – Stücken, den großen Hits sowie Liedern aus der jüngeren Vergangenheit. Das Buffet wird eröffnet mit dem „Balkonfrühstück“, sogleich gefolgt von der Frage: „Wo soll ich hin mit meinem leeren Glas?“ Mit „Das Ultimatum“ serviert Heinz schwere Kost, vor allem weil das etwa 300 Personen starke Publikum zu gleichen Teilen aus Amrumern und Amrum-Urlaubern besteht – längst nicht alle zählen sich vermutlich bis dato zu den Kunze-Fans. … hier weiterlesen

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Hajo Hoffmann

R-I-P    HAJO HOFFMANN

21.01.1958 – 02.08.2015

hajo facebook

Wir sind ohne Worte – sind fassungslos und sehr, sehr traurig über den plötzlichen Tod von HAJO HOFFMANN. Auch wir Wunderkinder kannten ihn als genialen Musiker, warmherzigen, lebensfrohen und total netten Mitmenschen. Er hat es verstanden uns aus dem manchmal vorkommenden „feeling sad“ herauszuholen und uns positiv zu verzaubern.

Danke HAJO – wir werden uns so an Dich erinnern.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie –

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SPOTTLIGHT #51 v. 14.07.15

schellack-albumDAS ANDERE ALBUM

In der Wedemark wurde im Juni wieder sehr kreativ gearbeitet. HEINZ und Peter haben Demos für 14 neue Songs aufgenommen. Ein weiterer soll noch von Jens dazukommen, womit das Material vorläufig bereits steht.
Diesmal erarbeitete man sehr minimalistische Demos, nur Stimme mit Begleitung von Klavier oder Gitarre, also quasi HRK einstimmig. Statt wie beim Vorgänger weitgehend fertige Arrangements aufzunehmen, sollen die Bandmitglieder diesmal eine andere, raumgreifendere Art von Vorlage für eigene Ideen bekommen, mit denen sie dann nach Bremen ins Studio kommen.

Zu diesem Zweck war Peter also nun bestrebt, schlichte, aber trotzdem ausdrucksvolle und tiefe Demos aufzunehmen. Und nachdem alles sauber eingespielt war, ging es daheim ins Kellerstudio um die Sachen zu verfeinern, zu mischen, und zu ordnen.

HEINZ hatte Peter noch mit auf den Weg gegeben, dass er sehr neugierig sei, welche Reihenfolge er denn machen würde, und Peter hatte entgegnet, dass es ihm in diesem Stadium so auf die Schnelle kaum möglich sein würde, eine ausgegorene Reihenfolge vorzulegen. (Er sagt dazu, dass er für eine solche Festlegung eigentlich viel Zeit, und eine große Vertrautheit mit den Songs benötigt)

Jetzt gehört Peter zu den schöpferisch Tätigen, die während der Arbeit völlig die Zeit vergessen. Als er die ausgefeilten Arbeiten nach einigen Tagen in einer eben noch nicht final freizugebenden Reihenfolge im Ganzen auf sich wirken ließ, zeigte die Uhr vier Uhr morgens. Wohlbemerkt reden wir hier über keine HRK-only-Tätigkeit, sondern Peter erledigt ja ständig auch andere Engagements, zu dieser Zeit z.B. tagsüber bei einer Theaterproduktion in Hildesheim. Man kann also wohl von einer gewissen Übernächtigung sprechen.

Als Peter tags darauf seine Eindrücke betreffs des Arbeisergebnisses zu HEINZ durchgab, bewertete er das Resultat als auf deprimierende Weise melancholisch.

kunze nostalgie 2 neu

Nun, diese Wirkung können HEINZ seine Songs schon mal haben, erst recht wenn sie nackt und reduziert vorgetragen werden, zudem noch mitten in der Nacht. Aber hier bekam HEINZ nun doch einen Schreck, weil dieser Eindruck im Bezug auf ein nahezu komplettes Album nicht wirklich beabsichtigt war.

HEINZ hörte nun natürlich auch Probe, und stellte fest, dass er im Bezug auf die Reihenfolge tatsächlich ganz andere Vorstellungen habe. Peter baute also um, und ließ die neue Anordnung nun auch noch einmal auf sich wirken. Und tatsächlich, die Wirkung entfaltete sich nun anders. Das deprimierende Element war wie weggewischt, das Album ein völlig anderes.
Diesen Ablauf fanden nicht nur die beiden Beteiligten spannend bis faszinierend, sondern ich auch.
Würde mir das auch so gehen, dass unterschiedliche Titelanordnungen eine ganz neue Stimmung wahrnehmbar machen?

Wer ist für Reihenfolgen eigentlich zuständig? HEINZ gibt an, dass er sich früher eher selten mit der Anordnung der Songs beschäftigt hat. Und in der Tat stellt man bei genauerer Betrachtung fest, dass im Vinyl-Zeitalter, wenn es sich nicht grad um Konzeptalben handelte, vor allem Verkaufsförderung der wesentliche Indikator war. Und dafür ist das Label zuständig.
In den 70ern und 80ern war es ja noch so, dass der Vertrieb über richtige Plattenlädern lief, in denen man noch ganz klassisch Testhören konnte. Wichtig war also der erste Eindruck. Ein griffiger Opener, auf Position Zwei, spätestens Drei die Single, und erst dann die sperrigeren Sachen, die sich beim ersten Hören noch nicht erschließen.

Heute wird gestreamt und downgeloaded, es gibt Vorabbereitstellung von 30-Sekunden-Schipseln, und aus dem Zusammenhang gerissene Songs. Das Internet hat es übernommen, dem Konsumenten etwas schmackhaft zu machen. Und da hat die Reihenfolge für das Marketing nicht mehr die Bedeutung, läßt dafür aber dem Künstler mehr Raum, seine Ideen hinter der Ansammlung von Liedern deutlicher zu machen. Jedenfalls wenn er Wert darauf legt.

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Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel. Ein Album wie „Ausnahmezustand“ mit „Der Anruf“ zu beginnen, ist die perfekte Widerlegung dessen, was Verkaufsförderung will. Aber ab dem „Herz“-Album stellten wir auch bei Heinz fest, dass mit der Lürig-bedingten massenkompatibleren Produktion auch die Ummantelung angepasst wurde. Und so hörte man damit auf, den verstörensten Song an den Anfang zu setzen, und „Herz“ möglicherweise mit „Väter“ zu eröffnen.

Gerade bei Alben, deren Reihenfolge nicht zum Transport von übergeordneten Stimmungen gebastelt wurde, sondern um Testhörern möglichst griffig ins Album hinein zu helfen, frage ich mich heute, was hätte eine völlig anders motivierte Reihenfolge mit Alben gemacht, deren Anordnung mir immer so vertraut war, dass sie sich förmlich eingebrannt hat.
Kann man beispielsweise Supertramps etwas aus der Art geschlagene „Breakfast In America“ durch Umbau der Titelfolge in die Grundstimmung der vorherigen Alben der Band versetzen, vielleicht in dem man „Child Of Vision“ an den Anfang setzt? Oder hätte man den Riesenerfolg von Klaus Lage´s „Schweißperlen“ verhindern können, wenn die Platte mit „Tante Lu“ und „Eins, Zwei, Drei“ begonnen hätte?

Aber Halt!
Das ist hier eine Kolummne auf einer HRK-Seite. Also nutze ich für mein Experiment auch Alben von HEINZ.
Und ich schnell fest, dass es mir bei meinen ersten Versuchen nicht wirklich gelingt, ein Album durch Titelumbau dazu zu bringen, das es anders zu mir spricht. „Eine Form von Gewalt“, Brille“, auch „Richter-Skala“ wiederstehen dem ganz entschieden. Den vierten Versuch unternehme ich mit einem Album, dass mir immer schon etwas zerrissen und unsortiert vorkam. Ich baue also „Protest“ um. Und zwar wie folgt: DAGEGEN/ ASTRONAUT IN BAGDAD/ ABER MENSCHEN/ ELIXIER / REGEN IN MEINEM GESICHT/ SELBST IST DIE ZERSTÖRUNG / MÖGLICH/ FREI ZU SEIN/ WARUM?/ SIE GEHT VORBEI/ DU BIST SO SÜß/ AUF EINEM ANDEREN STERN / EIN BESONDRER TAG/ EINMAL NOCH UND IMMER WIEDER/ LÄNGERE TAGE

Und ja, auch wenn es natürlich eine völlig bescheuerte Idee ist, die beiden Singles nach ganz hinten zu schieben, klingt das Album jetzt mehr nach seinem Titel als zuvor. Allerdings war das jetzt auch kein Kunstgriff. Eigentlich habe ich nur die Songs, die für mich deutlich mehr Reibung haben, in der ersten Hälfte konzentriert, und damit zwangsläufig dafür gesorgt, dass die zweite Hälfte nun die Spannung nicht mehr hält. Also eigentlich auch hier kein Erfolg für mein Experiment.

Ich stelle also fest, dass es wohl kaum möglich ist, ein bereits vertrautes Album so umzusortieren, dass es sich derart neu ausrichtet, wie HEINZ und Peter das erlebt haben.

Aber ein Chance bleibt. Und zwar uns allen. Nämlich die neuen Songs, wenn es sie gibt, in der gelieferten Reihenfolge zu hören, und dann, bevor sie uns vertraut sind, umzubauen.
Vielleicht veraten uns HEINZ und Peter dann sogar, wie man die deprimierende Melancholie herstellt. Ich nehme das mal auf Wiedervorlage für Anfang 2016.
Wer macht mit?

Hier gehts in Forum  AUSBLICK  auf das kommende HRK & Verstärkung Album.

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Spottlight #50 v. 28.5.15

So sehen wir ihn am siebten Tag

Es ist ein erstaunlicher Zufall, dass die beiden, mit hoher Wahrscheinlichkeit interessantesten Neuveröffentlichungen dieses Jahres, an ein und dem selben Tag erscheinen. Und wenn man mir „Tiefenschärfe“ nicht bereits vorab zugänglich gemacht hätte, wäre das ein chaotisches Wochenende gewesen.

„Tiefenschärfe“ habe ich ja an anderer Stelle ausführlich gewürdigt. Dass ich das nun mit dem anderen Album auch machen möchte, mag an diesem Ort zunächst verwundern. Aber nur kurz. Es gibt nämlich einen ganz dicken Querverweis zu einem der für mich eindrucksvollsten HRK-Songs überhaupt.
Es geht um Steven Wilson´s neue Platte „Hand. Cannot. Erase.“ und es geht um „Das Ultimatum“. Obwohl man davon ausgehen darf, dass Wilson „Das Ultimatum“ sicher nicht kennt, hat er eine Art Übersetzung in die Zeit der neuen Medien gefertigt, und das auf Albumlänge.

DreamsOfALife3Impulsgeber für das Meisterwerk über eigenverantwortliche Entfremdung und Ausgrenzung, dass sich möglicherweise mit größerer Berechtigung als je zuvor ein Album als Konzeptalbum präsentiert, war eine Doku der BBC mit Namen „Dreams Of A Life“, in der versucht wurde, das Leben und Sterben der Joyce Carol Vincent darzustellen. Eine ursprünglich lebenslustige und beliebte Enddreißigerin mit zahlreichen Freunden, Kollegen, Bekannten und Verwandten. Eine Frau aber auch, die über 2 Jahre tot in ihrer Wohnung lag, ohne vermisst zu werden. Der Gerichtsvollzieher hatte wegen Mietrückständen das Appartment aufbrechen lassen. Den Tod fand sie zwar nicht durch Suizid, sondern vermutlich durch einen Asthmaanfall (die Obduktion gestaltete sich extrem schwierig, zumal die Heizung in der Wohnung all die Zeit aufgedreht war), aber von einem „Ultimatum an die Welt“ wie es bei HRK heißt, kann man hier auch sprechen.

Wilson erzählt die Geschichte nun allerdings nicht nach. Ihn beschäftig vor allem der Weg in diese selbstgewählte Isolation, die lange vor dem Tod von der Frau Besitz ergriffen hatte. Der Tod kommt bei ihm nicht vor. Vielmehr beschreibt es die Auslöschung eines Menschen, der immer ein bißchen mehr verschwindet. Und das skizziert HRK im „Ultimatum“ ja durchaus auch, und verdeutlicht es mit einer einigermaßen erschütternden „Zurücknahme der Schöpfungsgeschichte“ (die nicht nur als Idee einzigartig sein dürfte, sondern auch in der Ausgestaltung unfassbar anschaulich und schlüssig dargeboten wird. Eben eigentlich auch als komplettes Konzeptalbum in nur fünf Minuten).

Während man hier aufgrund der Erzählform immerhin noch ein wenig auf Distanz gehen kann (so sehen wir ihn am zweiten Tag…), wählt Wilson die Ich-Form, und bindet sie in eine musikalische Umsetzung solcher Dichte ein, dass dem Hörer fortlaufend der Atem stockt. Man fährt quasi auf einer Achterbahn, die keine Runden beschreibt, sondern auf einem toten Gleis ins Nichts führt.

Mich hat HRK´s „Ultimatum“ eigentlich seit jeher beschäftigt. Ich spiele den Song auch sehr gern selbst, wobei ich irgendwann darauf verfallen bin, dem Song mit von Strophe zu Strophe aggressiveren Gitarreneffekten Dramatik einzuflößen (mein dilettantisches Gitarrenspiel tut sein Übriges), um die siebte Strophe dann betont locker und leicht vorzutragen, was denn abrupten Schluss betont..
QEDTrotzdem fehlte mir immer die Vorgeschichte, was diesen Typen denn veranlaßt haben könnte, sich dieser Konsequenz zu stellen. Dass er sie schließlich auch zieht, kann man ahnen, denn der frühe HRK hatte nicht unbedingt ein Faible für Happy Ends.
Vermutlich gibt es diese Vorgeschichte gar nicht, da es sich ja letztlich um ein Experiment handelt. Aber so schräg und abwegig, wie mir die Erzählung als Siebzehnjährigem zunächst vorkam, ist sie sicher nicht.

Wilson liefert nicht nur eine Vorgeschichte, er führt sie uns unaufdringlich, aber auch haarsträbend nah vor Augen, sodass wir uns selbst in diesem Tunnel wiederfinden. Ein Tunnel voller Reizüberflutung. Sogenannte soziale Medien, Smartphones, die längst die Macht über uns erlangt haben, Unterschichten-TV, Scripted Reality, legale und illegale Drogen, Scheinwelten, die Spaßgesellschaft mit verordnetem Spaß. Mitten im Album kommt man plötzlich auf die Idee, DER MEINT MICH.

Es mag tatsächlich wie eine Übersetzung des HRK-Anliegens in eine andere Zeit wirken. Wie eine inspirierte Fortsetzung, ein Update.
Der unaufhaltsamen Weg in die Katastrophe, nur mit anderen Mitteln. Beide skizzieren einen zunehmenden Kontrollverlust. Bei HRK vor allem körperlich („zum Lesen sind die Augen viel zu wund“), aber natürlich auch in aufkommender Verzweiflung, bei Wilson in Form von Realitärsverlust, Desinteresse und Selbstaufgabe.

Schließlich weist auch noch das Schlußkapitel Parallelen auf, obwohl sich hier die Wege getrennt haben. Ein letztes Aufbäumen geht der unvermeidlichen Konsequenz voraus. Bei HRK anschaulich und prägnant, bei Wilson mit der letzten Zeile eines Briefes an den Bruder, in dem es heißt „So I´ll Finished This Tomorrow“.

Wilson ist ein Perfektionist. Obwohl ein absoluter Workaholic mit zahllosen Projekten, und von Bands wie Yes, King Crimson, Jethro Tull, aber auch 80er-Größen wie Tears for Fears oder Simple Minds fast im Akkord gebuchtes Mastering-Genie für Reissues, hat er für diese Produktion mehr Zeit investiert, als sonst für fünf Alben zusammen, weil er die totale Kontrolle haben wollte. So ist zusammen mit seinem langjährig zuarbeitenden Fotokünstler Lasse Hoile auch eine schwere Buch-Edition entstanden, die die Story großartig bebildert. Wem die 80 Euro zu viel sind, der bekommt diese Bilder auch wenn er den 5.1-Mix auf der DVD-Edition visuell verfolgt.

Notizen zur Einordnung in Wilsons Gesamtwerk spare ich mir hier. Wer das vertiefen möchte, findet im Netz Material für viele Wochen. HCE ist nicht nur in vielerlei Beziehung ein Meilenstein, es haben sogar ungewöhnlich viele Menschen (jedenfalls für dieses Genre) mitbekommen. Die Tour war sehr schnell ausverkauft, sodass es im Winter eine Fortsetzung gibt (u.a. im Haus Auensee)… zur Spottlight-Seite im Forum

So, das war nun also endlich die #50. Damit schließt die Kolummne aber nicht etwa. Die Zeiträume zwischen den Veröffentlichungen werden lediglich noch etwas unberechenbarer.

Bis bald…

 

 

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