{"id":108,"date":"2012-01-17T10:34:13","date_gmt":"2012-01-17T10:34:13","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.wunderkinder.de\/?p=108"},"modified":"2012-01-17T10:34:13","modified_gmt":"2012-01-17T10:34:13","slug":"spottlight-42-vom-17-1-12-der-hundepass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wunderkinder.de\/?p=108","title":{"rendered":"SPOT(T)LIGHT #42 vom 17.1.12 &#8211; DER HUNDEPASS &#8211;"},"content":{"rendered":"<p>Bevor ich wie gewohnt loslege, m\u00f6chte ich an dieser Stelle die verbesserten Arbeitsbedingungen loben und preisen, die unser Webmaster erm\u00f6glicht hat. Ulf hat nicht nur eine muckeligere Atmosph\u00e4re geschaffen, sondern auch gleich alle alten Texte \u00fcberarbeitet, die vom Umlautproblem betroffen waren. Ich wage gar nicht zu ahnen, wie m\u00fchsam das gewesen sein muss. Ich werde Kalle anweisen, ihm daf\u00fcr einen Urlaub in (bzw. an) den Baumbergen zu spendieren.<\/p>\n<p>Ich habe diesen Text noch etwas aufgeschoben, weil ich die Talkshow bei Beckmann noch abwarten wollte, und die Sendung zudem mit etwas Abstand bewerten wollte. Als Niedersachse bin ich da in einem besonderen Konflikt, weil Herr Wulff viel zu lange mein Ministerpr\u00e4sident war, und ich seine diversen Wahlk\u00e4mpfe und seine b\u00fcrgerlich-moralische \u00dcberlegenheit oft aus der N\u00e4he miterleben musste.<!--more--><br \/>\nDer Konflikt bestand also darin, dass mir jeder weitere Tag von Christian Wulff im Amt physische Schmerzen bereitet (wie Wulff selbst es mal Richtung Johannes Rau formuliert hatte), ich aber andererseits daran interessiert war, dass Heinz eine gute Figur abgibt. Eine Quadratur des Kreises, da Heinz aufgrund seiner Freundschaft zum Bundespr\u00e4sidenten zwangsl\u00e4ufig den Mensch (und weniger den Politiker) beurteilt, und ihn gern weiter im Amt sehen m\u00f6chte.<br \/>\nG\u00fcnstigerweise veranstaltete Beckmann nicht die typische, Fakten auft\u00fcrmende Talk Show, sondern lief unter F\u00fchrung der uns\u00e4glichen Bunte-Chefredakteurin Riekel in einen boulevardgetr\u00e4nkten Sumpf, in dem sie sich festlief. H\u00f6hepunkt war Frau Riekel\u00b4s Einlassung, wie leid es ihr tue, dass Ex-Verteidigungsminister Scharping seinerzeit aufgrund von hochnotpeinlichen Schwimmbad-Fotos auf und in der Bunten sein Amt verlassen musste.<\/p>\n<p>Heinz hatte es also in dieser Runde nicht so schwer, den integeren und bescheidenen Menschen Christian Wulff ins Feld zu f\u00fchren, und sich trotz seiner F\u00fcrsprache ausgesprochen souver\u00e4n zu zeigen. Auch Beckmann lenkte die Diskussion mehr in Richtung Rolle der Medien, sodass Wulffs diverse Verfilzungen, seine dereinst heftigen hochmoralischen Anforderungen an Andere, und vor allem seine diversen unwahren Einlassungen gar nicht auf den Tisch kamen.<br \/>\nGut gel\u00f6st also, wenn man auch feststellen muss, das Frau Illner, die zeitgleich im ZDF zum gleichen Thema eine Faktenschlacht mit Besetzung Peter Hinze gegen den Rest der Welt, die besseren Quoten hatte.<br \/>\nTrotzdem darf ich noch meine Privatmeinung erg\u00e4nzen, dass die bedeutenste Frage in dieser Sache nicht die ist, ob Herr Wulff abtritt, sondern wann. So lange konnte die SL-V\u00d6 aber nicht warten.<\/p>\n<p>Kommen wir zu erfreulicheren Themen. Aus der Wedemarker Festung drangen ein paar vorsichtige neue Infos zur R\u00e4uberzivil-Produktion, die man als hocherfreulich werten darf. Die Arbeiten sind planm\u00e4\u00dfig verlaufen und das Doppelalbum ist gesichert. Die Begeisterung der Akteure, insbesondere dem Chef, ist kaum in Worte zu fassen, und meine Neugier kaum zu beherrschen. Eine Anekdote darf ich vermelden. Heinz begleitete Heiner an einem freien Tag w\u00e4hrend der Aufnahmen zum bevorzugten Instrumentendealer, weil dieser nach einer neuen Gitarre schauen wollte, aber nichts fand. Heinz hingegen verliebte sich spontan in ein Banjo, lie\u00df es sich sogleich einpacken, schrieb am gleichen Tag daheim den Text \u201cEin Wirtshaus voller Probleme\u201d, und tr\u00e4umte in der darauffolgenden Nacht die Musik dazu. Am n\u00e4chsten Morgen wurde das Ganze mit dem neuen Instrument per Cassettenrecorder verewigt, und tags darauf im Studio vorgef\u00fchrt. Der Song wird auf dem Album sein. Drei weitere neue Songs hat unser Kalle, wie in seinem gestrigen Text (der direkt unter diesem steht, weil ich ihn zwangsl\u00e4ufig runtergeschubst habe) zu erfahren, bereits in der Duoversion mit Jan Drees h\u00f6rten k\u00f6nnen. Darunter auch die deutsche Version des Lennon-Klassikers \"Working Class Hero\", den ich ja im letzten November in Brelingen auch schon genie\u00dfen konnte.<\/p>\n<p>Wer die meist absurden Titel dieser Kolumne noch nicht kennt, k\u00f6nnte nun zu der Frage gelangen, wieso dieser Text, der sich nun schon wieder dem Ende n\u00e4hrt, diese seltsame \u00dcberschrift tr\u00e4gt. Nun, das wird eine weitere Anekdote aus dem letzten November. Nach der Lesung in Chemnitz ersuchte ein \u00e4lteres Ehepaar Heinz w\u00e4hrend der Signierstunde, einen Hundepass zu unterschreiben. Heinz versicherte sich ob er richtig verstanden h\u00e4tte, weil ihm eine solche Bitte erstmals unterkam. Und die Leute erkl\u00e4rten ihm, sie h\u00e4tten ihren Riesenschnauzer Heinz Rudolf genannt.<\/p>\n<p>Wenn nichts Aufregendes passiert, habe ich bis zum n\u00e4chsten Text 5 Wochen Zeit. Dann steht das Duett-Album. Vorgestellt wird es wie erwartet im ZDF bei Frau Nebel, unterst\u00fctzt von Pe Werner.<br \/>\nKurz darauf steht der erste Komplettauftritt des R\u00e4uberzivil-Quartetts mit neuem Programm in Bad Driburg an. Das sollte dann aber schon das \u00fcbern\u00e4chste SL sein. Bis denne...<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor ich wie gewohnt loslege, m\u00f6chte ich an dieser Stelle die verbesserten Arbeitsbedingungen loben und preisen, die unser Webmaster erm\u00f6glicht hat. Ulf hat nicht nur eine muckeligere Atmosph\u00e4re geschaffen, sondern auch gleich alle alten Texte \u00fcberarbeitet, die vom Umlautproblem betroffen waren. Ich wage gar nicht zu ahnen, wie m\u00fchsam das gewesen sein muss. 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