{"id":20,"date":"2010-07-05T08:38:18","date_gmt":"2010-07-05T08:38:18","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.wunderkinder.de\/?p=20"},"modified":"2010-07-05T08:38:18","modified_gmt":"2010-07-05T08:38:18","slug":"spottlight-34-showdown-in-itzehoe-teil-3-das-chaoskonzert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wunderkinder.de\/?p=20","title":{"rendered":"Spottlight #34 Showdown in Itzehoe (Teil 3) &#8211; Das Chaoskonzert"},"content":{"rendered":"<p>Es wird f\u00fcr diesen dritten und letzten Teil  der Itzehoe-Triologie evt. n\u00f6tig sein, sich die ersten beiden Teile ins  Ged\u00e4chnis zu rufen, weil einige Infos aus den Texten zum besseren  Verst\u00e4ndnis der folgenden Geschehnisse beitragen. Wir sind also noch am  Anfang des eigentlichen und wesentlichen Wohnzimmerkonzertes, und  werden nun Zeuge einer ungew\u00f6hnlichen Veranstaltung, die mit f\u00fcr  K\u00fcnstler eher ungekannten Unterbrechungen zu k\u00e4mpfen haben sollte.  Zun\u00e4chst, zu Beginn des zweiten Titels, durch die Haust\u00fcrklingel.<!--more--><\/p>\n<p>Der Hausherr k\u00e4mpfte sich aus dem \u00fcberf\u00fcllten Raum, ging zur T\u00fcr, und wurde von seinem schr\u00e4g  gegen\u00fcber wohnenden Nachbarn Uwe Heinrichs regelrecht \u00fcberlaufen.  Dieser schimpfte lautstark auf dem Flur herum, da stehe ein \u00dc-Wagen des  NDR vor seiner Einfahrt, und er k\u00e4me nicht in seine Garage. Im  Wohnzimmer entstand Heiterkeit, Heinz h\u00f6rte auf zu singen, und auch  Wolli und Hajo brachen den Song ab. M\u00fchevoll wurde der Nachbar davon \u00fcberzeugt dass man das NDR-Gef\u00e4hrt jetzt nicht entfernen k\u00f6nne, und  das er doch bitte an der Matjestheke in der K\u00fcche Platz nehmen und sich  verk\u00f6stigen m\u00f6ge.<\/p>\n<p>Im Wohnzimmer scherzte Heinz, sowas sei ihm  noch nie passiert, und der Song wurde erneut angestimmt, und in einer  wunderbaren Version vorgetragen. Ohne Pause folgte ein direkter \u00dcbergang in das dritte St\u00fcck des Abends, \"Liebe ist Z\u00e4rtlichkeit\",  das zum absolut allererst Mal live gespielt wurde. Leider nur eine halbe  Minute. Es klingelte n\u00e4mlich erneut.<\/p>\n<p>Draussen stand ein Pizzaboote und erkl\u00e4rte \"Mandarinenpizza f\u00fcr Herrn Hoffmann\".<\/p>\n<p>Die Musiker hatten diesmal bereits beim  Ert\u00f6nen der Klingel aufgeh\u00f6rt zu spielen, und vor allem Heinz schaute  nicht mehr ganz so fr\u00f6hlich, als man die Pizza tats\u00e4chlich auf die  B\u00fchne servierte, Hajo sogar hineinbiss, um dann entsetzt  fragte was  das denn f\u00fcr ein haarstr\u00e4ubender Belag sei. Als man ihm erkl\u00e4rte, das  Manderinen im hohen Norden ein beliebter Pizzabelag seien, probierte er  ein zweites Mal und bat dann um Entsorgung dieser Scheusslichkeit.<\/p>\n<p>Das Konzert setze fort, und der Gastgeber  setzte Heinz seine Idee um, doch bitte die Klingel abzustellen, damit  man mal etwas voran k\u00e4me. Auf einen weiteren Versuch von \"Liebe ist  Z\u00e4rtlichkeit\" wurde verzichtet, und stattdessen \"Die langen Messer der  Nacht\" gespielt. Und zwar ungest\u00f6rt. Danach gab Heinz einen neuen Text  zum Besten, in dem es darum ging, dass Guido Westerwelle bei Wetten dass  Hartz4-Empf\u00e4nger am Geruch erkenne musste, und, weil er seine Wette  verlor, diesmal unfreiwillig in den Big Brother Container gesperrt  wurde. Darauf folgte ein weiterer h\u00f6chst selten gespielter Song namens:  \"Ger\u00e4usche aus deinem Mund\".<\/p>\n<p>Diesmal kam die St\u00f6rung aus  entgegengesetzter Richtung. Zwei Leute ballerten mit den F\u00e4usten an die  grosse Panoramascheibe zum Garten, und Heinz verschluckte sich vor  Schreck und bekam bei dem Satz \"Was sind das...\" einen Hustenanfall.<\/p>\n<p>Draussen stand, wie sich herausstellte,  Busenwunder Lilo und ihr Fahrer. Lilo sagte etwas ausser Atem: \"Sorry,  eure Klingel geht nicht, das ist doch hier die Berthold Brecht Strasse,  ich soll hier tanzen\".<\/p>\n<p>Es dauerte ein Weile bis man den Unterschied  zwischen Bert und Berthold klargemacht hatte, und die beiden dorthin  abzogen, wo Heinz und seine Mannschaft heute auch schon mal  f\u00e4schlicherweise waren.<\/p>\n<p>Heinz konnte eine gewisse Ungehaltenheit  nicht mehr verbergen, liess sich einen Rotwein bringen, und erkl\u00e4rte \u00fcbertrieben sanftm\u00fctig, er w\u00fcrde nun gern mal zwei Songs am St\u00fcck  spielen, ohne dabei unterbrochen zu werden.<\/p>\n<p>Beim ersten Song, n\u00e4mlich \"Der Kaiser soll  mir sagen wer ich bin\" gelang das auch, doch schon beim nachfolgenden  \"Arme Johanna\" ging pl\u00f6tzlich das Licht aus und es war still.  Stromausfall, Sicherung raus.<\/p>\n<p>Nachbar Heinrich hatte in der K\u00fcche den  Mixer eingschaltet um sich Matjessaft zu machen, und die vorher schon  v\u00f6llig \u00fcberlastete Leitung kollabierte. Hajo fidelte zwar sogleich im  Dunkeln weiter, Heinz aber hatte abgebrochen, und Wolli war gar  vom Hocker gekippt und hatte beim Versuch, sich im Dunkeln irgendwo  festzuhalten, die Gardine runtergerissen, und Heinz darunter begraben. \u00dcberhaupt war im Raum das Chaos ausgebrochen, da wegen der Enge auch  das Publikum durcheinandergepurzelt war.<\/p>\n<p>Eine knappe Viertelstunde verging bis Nachbar  Heinrich mitsamt seinem Matjessaft in der Besenkammer eingesperrt war,  die Sicherung wieder drin war, der NDR sein Apperaturen wieder  hochgefahren hatte, und sich alle sortiert hatten.<\/p>\n<p>Heinz erkl\u00e4rte nun, dass dieses die letzte  St\u00f6rung sei, die er hinzunehmen gewillt akzeptiere, und das ein  weiterer, noch so kleiner Vorfall, dem Konzertende gleichkommen wuerde.  Das Trio spielte \"Ruf mal wieder an\" und kam durch. Kerniger Applaus,  und die Ansage f\u00fcr \"Es ist nicht wie du denkst\".<\/p>\n<p>Nun, es sollte keinen kleinen Vorfall mehr  geben. Die letzte Unterbrechung, die die Veranstaltung w\u00fcrdig benden  sollte, war gewissermassen der Knalleffekt des Tages. Mitten im zweiten  Refrain wurden Musiker, Gastgeber, Gaeste, und  selbst der Nachbar in der  Besenkammer von einem durch das grosse Panoramafenster hineinfliegenden  Vorschlaghammer zu Tode erschreckt. Das Fenster splitterte mit  unbeschreiblichn Get\u00f6se in hunderttausend Splitter, und verwandelte den  Raum in ein Schlachtfeld, in dem gl\u00fccklicherweise niemand verletzt  wurde. Aber was war passiert ?<\/p>\n<p>Im ersten Teil dieser Triologie hatten wir  erfahren, dass zum Aufstellen des Zeltes im Garten ein Stueck der Mauer  von Nachbar Hinrichs, nicht zu verwechseln mit Nachbar Heinrich in der  Besenkammer, abgetragen werden musste, was man aber wegen dem  Auslandsurlaub der Familie Hinrichs zeitig zu reparieren plante. Leider  war man nicht auf dem neuesten Stand. Hinrichs waren vor zehn Minuten  vorzeitig zur\u00fcckgkehrt. Sie hatten sich gewundert, was da nebean fuer  ein Auflauf sei, was das Riesenzelt im Nachbargarten zu suchen habe, und  sie hatten schliesslich auch ihre zest\u00f6rte Mauer entdeckt. Der Rest  erkl\u00e4rte sich aufgrund eines 240er Puls des etwas cholerischen Adalbert  Hinrichs, der daraufhin mit senem Vorschlaghammer um Genugtuung  ersuchte.<\/p>\n<p>Als die Gastgeber am n\u00e4chsten Tag mit Heinz  telefonierten, war er l\u00e4ngst wieder bei Laune, fand die ungew\u00f6hnliche  Veranstaltung im nachhinein doch irgendwie witzig, und verriet noch,  dass im Zugabenblock eigentlich noch \"Amok\" gespielt werden sollt.  \"Aber\", setzte Heinz grinsend hinzu, \"das sei ja nicht mehr n\u00f6tig  gewesen\".<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es wird f\u00fcr diesen dritten und letzten Teil der Itzehoe-Triologie evt. n\u00f6tig sein, sich die ersten beiden Teile ins Ged\u00e4chnis zu rufen, weil einige Infos aus den Texten zum besseren Verst\u00e4ndnis der folgenden Geschehnisse beitragen. 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