{"id":25,"date":"2010-05-06T09:00:45","date_gmt":"2010-05-06T09:00:45","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.wunderkinder.de\/?p=25"},"modified":"2010-05-06T09:00:45","modified_gmt":"2010-05-06T09:00:45","slug":"spottlight-33-showdown-in-itzehoe-teil-2-die-matjeskrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wunderkinder.de\/?p=25","title":{"rendered":"Spottlight #33 Showdown in Itzehoe (Teil 2) &#8211; Die Matjeskrise"},"content":{"rendered":"<p>In TV-Serien stuende hier jetzt \"Was bisher geschah\", aber das koennt ihr ja gleich hier drunter nachlesen.<\/p>\n<p>Wir schildern die Fortsetzung also ab da wo  wir aufgehoert hatten, im Kuenstlerfahrzeug, wo die Anspannung  angesichts vollstaendiger Orientierungslosigkeit zugenommen hatte. Ein  Zufall kam den Insassen zu Hilfe. Ein Motorrad nahm dem Wagen aufgrund  von inzwischen verbreiteter Strassenglaette die Vorfahrt, Conny bremste  zuegig aber gefuehlvoll, und kam kurz vor der Maschine zum Stehen. Der  Motorradfahrer stieg ab, schuettelte sich kurz, und ging zum Wagen, um  sich hoeflich fuer die aufmerksame Fahrweise zu bedanken, die ihm  Gesundheit und Motorrad gerettet hatte. Conny machte die Scheibe runter,  und sah zu seiner Ueberraschung ein Mitglied der Banditos, einer vor  allem in Schleswig-Holstein verbreiteten und recht beliebten  Motoradbande. Beliebter zumindest als Ministerpraesident Carstensen,  fuer den zu Bremsen eher eine wohl zu ueberlegende Aktion waere.<!--more--><\/p>\n<p>Der Bandito bedanke sich also, und fragte ob  er irgendwas fuer die Reisegruppe tun koenne. Conny erklaerte ihm, dass  man seit 15 Minuten in der Bert-Brecht-Strasse erwartet werde, aber  wegen Funkausfall , Schneetreiben, und dieser schlecht beleuchteten und  unstrukturierten Stadt nicht wisse, wo man sich befinde.  \"Bert-Brecht-Strasse\"?, fragte der Bandito, \"da wohnt doch meine Oma.  Ich fahre vor und fuehre euch hin\".<\/p>\n<p>Gesagt getan, um 19.23 Uhr trafen HRK und  Mitstreiter vor dem Haus ein, dass aufgrund des  davorstehenden NDR-Uebertragungswagens leicht auszumachen war. Der  hilfsbereite Motorrad-Bandito wurde spontan eingeladen, bedauerte aber  keine Zeit zu haben, weil er noch in der Amor-Bar mit Busenwunder Lilo  verabredet sei.<\/p>\n<p>Kurz darauf stuerzten die Gastgeber, der  NDR-Intendant und und die Jodelkuenstlerin aus dem Haus, um beim  Ausladen zu helfen. 19.27 Uhr stand die Anlage, um 19.31, immerhin laut  Plan eine Minute zu spaet, war der Soundcheck erfolgreich abgewickelt.  Waehrend Conny nun im Wohnzimmer die Anlage bewachte, Wolli Stute zwecks  Handyempfang aufs Dach kletterte, und Hajo sich Richtung  Verpflegungsbereich in der Kueche entfernte, wurde HRK in das Zelt  gefuehrt, in dem die Temperatur inzwischen auf Minus 4 Grad gesunken  war, obwohl die Gastgeber einen Heizluefter der Firma Kueppersbusch  angeschlossen hatten. HRK wurde an einer zentralen Stelle postiert, und  zunaechst mit 4 wohlwollenden Begruessungsreden diverser Teilnehmer  bedacht. Dann begannen die Darbietungen. Die Jodeleinlage war schlimm,  das Blumengesteck zaeh, und die Blasmusik zu lang. Der Musikzug hatte  naemlich die Bestandsaufnahme nicht nur auf 22 Minuten ausgedehnt, in  die allein ein vierminuetiges Schellenkranzsolo integriert war, sondern  zudem Parodien auf grosse Songs der Musikgeschichte eingebaut, die kurz  angedeutet wurden. Es war in dieser merkwuerdigen Zusammenstellung und  Reihenfolge \"Whole lotta Love\", \"Er gehoert zu mir\", \"Starless\" und \"Mus  I denn zum Staedtele hinaus\", wobei Letzteres einem Musikzug immerhin  angemessen ist.<\/p>\n<p>HRK wurde das Blaskonzert in der 17 Minute zu  anstrengend, woraufhin er die Gastgeberin leise nach der Toilette  fragte, und anschliessend gleich im Haus blieb. Dort hatte Hajo  inzwischen ein anderes Problem, er war naemlich ausserordentlich  hungrig, mag aber keinen Hering. Originellerweise bestand aber das  gesamte Catering aus schier ungekannten Matjesvariationen. Matjes  blau, Matjes in Oel, in Rosinensauce, in suesser und saurer Sahne und in  Noisettecreme. Dazu gab es Matjespudding, Matjesboillion, Matjes im  Teigmantel, Matjes auf Quittenkraut, Matjes im eigenen Nest und  Bratmatjes auf Toast. Zu trinken gab es Matjessaft, Matjeslimonade und  Matjesweizenbier.<\/p>\n<p>Nun war Hajo nun mal hungrig, wollte aber  nicht unhoeflich sein, und entdeckte in der Kueche den Flyer eines  Pizzabringdienstes. Er rief dort mit Wollis wieder funktionsfaehigem  Handy an, und bestellte in Windeseile, weil er Schritte auf dem Flur  hoerte, eine Pizza. Sein Wortlaut war: Bringen sie mir bitte ganz  schnell irgend eine Pizza in die Bert-Brecht-Strasse an den  NDR-Ue-Wagen.<\/p>\n<p>Ich mache jetzt einen Sprung bis zum Beginn  des eigentlichen Wohnzimmerkonzertes. Der wie im ersten Teil erw?hnte,  14 Quadratmeter grosse Raum, war im wahrsten Sinne des Wortes  vollgestapelt mit 38 G?sten, die w?hrend dem \"Der Kommissar\"-Intro  teilweise noch einmal raus mussten, weil die Musiker nicht hineinkamen.  Aber schliesslich war alles bereitet und es konnte losgehen.<\/p>\n<p>Nun darf ich vorwegnehmen, dass ja einige  Besonderheiten dieses Konzertes durchaus gewollt waren. Ein  Wohnzimmerkonzert bietet natuerlich unvergessliche Eindruecke, auch ohne  Anfahrtchaos und nebengelagerte Spielmannszuege. Die Athmo eines  privaten Raumes mit handverlesenen Gaesten bekommt man sonst nicht. Auch  fuer Kuenstler ist das eine nette Abwechslung, gerade fuer den Heinz,  den nichts mehr langweilt, als wenn ein Konzert wie das naechste  verlauft. Deshalb hatte er auch fuer heute mit seinen Mitstreitern ein  spezielles Programm einstudiert und ein paar nie gespielte Songs  eingestreut. Im Kurhaus zu Bad Pyrmont wollen die Leute \"Mabel\" hoeren,  weil sie das aus dem Radio kennen. Hier, unter Eingeweihten, ist man ihm  dankbar wenn er \"Mabel\" bitte weglaesst, bzw. austauscht.<\/p>\n<p>Aber es gibt auch die anderen, die  unvorhergesehenen Besonderheiten. Ein Privathaus ist keine Stadthalle,  wo man diese oder jene Stoerfaktoren professionell blocken kann. Und  Stoerfaktoren sollte es noch geben an diesem Abend. Es war dem  Raeuberzivil beschieden, genau einen Song ungestoert vorzutragen, und  zwar den Ersten. Das Set begann, auch wenn man heute seltene Songs  erwarten durfte, mit dem hoechst unerwarteten \"Du erwartetst ein Kind\",  dass wie im Raum deutlich zu sehen, einige gar nicht kannten. Nach dem  Song frenetischer Applaus, einige Grussworte des Kuenstlers, und der  ??bergang in die ersten T?ne einer akustischen Version von  \"Kadaverstern\". Heinz hatte das erste \"Fuer euch bin ich gestorben\"  nocht nicht vollendet, als es an der Tuer klingelte.<\/p>\n<p><em>An dieser Stelle sagt die Redaktion zum  zweiten mal \"Fortsetzung folgt\". Ich habe den Text zwar fertig, aber  Kalle hat mir verboten ihn komplett einzustellen, weil er angeblich zu  lang sei. Der letzte Teil der Triologie, in dem es noch sehr turbulent  wird, kommt aber ganz bestimmt schon in den naechsten Tagen. Bis die  Tage also... <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In TV-Serien stuende hier jetzt \"Was bisher geschah\", aber das koennt ihr ja gleich hier drunter nachlesen. Wir schildern die Fortsetzung also ab da wo wir aufgehoert hatten, im Kuenstlerfahrzeug, wo die Anspannung angesichts vollstaendiger Orientierungslosigkeit zugenommen hatte. Ein Zufall kam den Insassen zu Hilfe. 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