200 sind wir nun auf Facebook – DANKE dafür

200 sind wir nun auf Facebook – DANKE dafür !                 Wir arbeiten also ab sofort an der nächsten Million! Ihr könnt gerne helfen und eure Freunde für die HEINZ RUDOLF KUNZE – Be-WUNDERKINDER begeistern.

Das Problem ist die Schere zwischen Arm und Reich, oder zwischen Pop und Rock geht sie immer weiter auseinander.
Die Hintergründe für diese Entwicklung sind vielschichtig und unter KUNZE-Fans umstritten (siehe: „Schöne Grüße vom Schicksal“). Insgesamt stellen die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte die These, dass steigender Erfolg in der Popmusik früher oder später auch in die anspruchsvollere Liedkunst durchsickert, nachhaltig infrage.

Auch empirische Studien melden erhebliche Zweifel an. So untersuchte ein Forscherteam um Frank Uwe Thofern von der Hans-August-Universität Göttingen den Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Wachstum am Beispiel von zwölf Liedern für die Jahre von 1981 bis 2018. „Wir finden keine systematische Beziehung zwischen dem Popsong in der Hitparade plaziert und dem Wachstum der CD-Verkäufe“, lautet das Fazit.

Gleichzeitig mehren sich Indizien, dass ein zu großer Anteil an HEINZ RUDOLF KUNZE Popliedern im Fanclub mit erheblichen sozialen und ökonomischen Nachteilen verbunden ist. „Wenn sich die Songverteilung zu stark auseinander entwickelt, dann ist der soziale Zusammenhalt gefährdet“, betonen die Gründerväter der Wukis.
Die britischen Musiker Paul Weller und Kate Nash argumentieren in ihrem 2009 erschienenen Buch „The Spirit Lives To Set Us Free“, dass quasi alle musikalischen und textlichen Übel in einem engen Zusammenhang mit der Erfolgsleiter in einem Land stünden. So seien Kreativität und Relaxphasen in einem Land umso höher, je größer die Kluft zwischen Pop und Rockmusik sei.
Möglicherweise war die Nichtbeachtung in den USA auch ein Grund für die CD-Verkaufsrückgänge der vergangenen Jahre. Diese These vertritt Jim Knopf, ehemaliger Führer der Molly Fonds (AP) und heute GF der Lummerland Train AG. „Es gab einem enormen Druck, etwas dagegen zu tun“, argumentiert Knopf. Die traditionellen Instrumente fürs Musik machen – höhere Melodien für Balladen und direkte Tanzmusik an die jung gebliebenen Schichten – seien jedoch seit den 90er-Jahren unpopulär geworden. Daher habe die D-Musikbranche gezielt versucht, das Problem mit billigen Produktionen und einfach verfügbaren Casting Show´s zu lösen.

„Das hat lange scheinbar wunderbar funktioniert“, so Knopf. „Die Leute konnten sich geliehene (gecoverte) Songs kaufen, die in die Hitparade aufstiegen und als Erfolg für neue Kunst-Künstler dienten – diese Hit´s konnten sie dann in den CD-Spieler stecken.“ Das Problem der wachsenden Unterforderung der Kunst sei so lange zugedeckt worden.

Die Hans Diether Pusch und Hannes Baader haben diese Argumentation mit einem theoretischen Modell untermauert. Darin zeigen sie: Eine steigende Hitparaden Platzierung kann dazu führen, dass einfache Coverversionen versuchen, ihre Chartnotierung immer stärker über Radio Mitsingelieder oder Reggae aufrechterhalten zu wollen – und dass sie sich zumindest eine Zeit lang immer leichter in den Charts halten können.
Auf Dauer mache dies das KUNZE Musikbusiness instabil und anfälliger für Krisen. Mehr traditionelle Kunst könne das Problem lösen, schreiben einige KUNZE Anhänger. Wenn der Künstler seine zukünftigen Produktionen neu überdenke und verteile, könne er die Chartplätze damit womöglich stabiler machen, wenn er denn wolle.                                                                                      Kalle

Eure Meinung interessiert uns natürlich. Schreibt uns HIER

 

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WACKEN calling

HEINZ auf der Suche nach dem passenden W:O:A Bühnenoutfit

W:O:A  Es begann vor ein paar Jahren mit einem Auftritt von Santiano. Zwar auf einer Nebenbühne, aber Metal-Fans sind konservativ, deshalb sind Tabubrüche riskant. Und Wacken ist das Mekka der Bewegung.

Es kam aber keine nennenswerte Kritik daran, dass man einen Act bucht, der auch schon bei Carmen Nebel dabei war. Die zogen ihr Ding dann auch durch und die Besucher fanden es prima.

Jetzt muss man auch die Historie bewerten. Wacken hat sich vom kleinen Hardrock-Event für Outlaws recht organisch in 20 Jahren zum kommerziellsten und angesagtesten Metal-Festival weltweit entwickelt. Irgendwann um 2010 waren die an einen Punkt gelangt, ab dem man nicht weiter wachsen konnte. 70.000 Tickets war nicht mehr steigerbar, die größten Bands fraßen dem Veranstalter aus der Hand, der Vorverkauf sämtlicher Tickets fürs nächste Jahr ist in 3 Stunden erledigt. Die Bewegung war oben angekommen, höher ging nicht.

Wacken ist kult, aber der Kult stagniert inzwischen. Deshalb die Idee, wenigstens künstlerisch vorsichtig ein wenig Ausbruch aus der heiligen Messe zu wagen. Ein bisschen Entwicklung, ein wenig Farbtupfer in die so ernste Metal-Welt.

Santiano war dabei gar nicht mal der geplante Einstieg, auf die war man just for Fun gekommen, wegen der regionalen Nähe, weil die eben auch mal mit Distrtion spielen, die Refrains nicht immer mit sauber getroffenen Tönen treffen. Und weil sie eine erprobte Live-Truppe sind, mit Musikern die vor Santiano auch schon alles durch hatten.

Nun, das Ding kam an, und die Idee entstand, zwischen all den Metal-Helden, die schon so oft hier waren, plazieren wir doch mal Genre-ferneres, was aber das Zeug zur Wacken-Tauglichkeit haben müsste. Deutschsprachige Mittelalter-Rock-Acts wie In Extremo oder Subway To Sally hatte man ja vor Jahren auch schon erfolgreich integriert. Und dann war es Joachim Witt, der in seiner Gothik-Phase in Wacken spielte, und beim Bier mit dem Veranstalter auf HRK-verwies, als die Rede auf Deutschrock-Bands mit breitem Spektrum und außergewöhnlichen Lyrics kam.

Dreißigtausend Fuß, noch ein letzter Gruß – dann zieh’n die Wolken Lederjacken an, mit Sternen drauf.

In Leipzig glaubte Matthias Winkler zunächst an zu viel Alkohol, als er die Anfrage aus dem hohen Norden bekam, ob der Heinz sich so einen Auftritt vorstellen könnte. Als der Wacken-Booking-Chef konkretisierte, Voraussetzung wäre aber ein heftiges Set, und der Selig-Bassist (Schnitthals, oder wie der heißt…) wäre doch da auch im Boot?, wurde Heinz die Idee vorgetragen. Der dachte auch zuerst, er würde von „Verstehen sie Spaß“ heimgesucht, ließ sich dann aber den Vertrag mit den Bedingungen faxen.

Keine Frage, die Idee ist spannend. Und mit schrägen Ideen kann man Heinz immer locken, zumal er ja auch darin erprobt ist, mal auf die Nase zu fallen.,,

Heinz stellte Songs zusammen, die ein 70-minütiges Set ausfüllen könnten. „Möchtegernopfer“ fiel ihm sofort ein, „Menschenfleisch“ geht auch als Metal durch. „Himmelfahrtskommando“ wäre ein schöner „Opener“, „Draufgänger könnte die Zugabe sein. O.K., wir probieren das. Mit SMS und Mail-Verkehr wurden Ideen zusammengetragen bis schließlich alle, abgesehen von Matthias Ulmer, Feuer und Flamme waren, dieses Set wirklich zu spielen. Ulmer ahnte, dass er hier nicht die gewohnte Präsenz haben würde. HEINZ durchsuchte zwischenzeitlich seinen Fundus auf ein brauchbares Outfit „Dreißigtausend Fuß, noch ein letzter Gruß – dann zieh’n die Wolken Lederjacken an, mit Sternen drauf. Auch wird ein neuer Künstlername kreiert, als HEINZ Ozzy Kunz(e)thammer findet die Rückbesinnung auf die wahre Leidenschaft auch auf den Plakaten statt.

In Wacken prüfte man gewissenhaft und gab dann grünes Licht. Halbherzig kann man das nicht machen, der Metal-Fan will schon ernstgenommen werden, sonst ist er beleidigt. Der Auftritt wurde für den letzten Tag, den 4. August um 15.20 h gesetzt, zwischen Schandmaul und Dimmu Borgir auf der Hauptbühne 2. Und auch wenn es offiziell noch secret ist, wir haben das Set schon. Jedenfalls unter Vorbehalt, denn geprobt wird erst in der Woche vorher.

Himmelfahrtskommando – Schieß – Menschenfleisch –

Die kommen immer wieder – Möchtegernopfer – Die Sprache die sie verstehn

Wozu Feinde – Das perfekte Verbrechen – Jesus Tomahawk – Jetzt erst recht –

Dagegen –

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Nachts um halb Drei – Draufgänger  –

Die Setlist im Detail:   W:O:A-Set

Einige Songs sind ja schon Hardrock, andere muss man etwas anschleifen, die Struktur eignet sich aber prima dafür. Herausfordernd werden vor allem „Die Sprache“ und „JT“ sein, weil sie komplexer gebaut, und langsamer veranlagt sind. Anspruchsvoll wird es auch für Heinz, der oft an die Rythmusgitarre muss, und ein bisschen die Attitüde des verruchten Metal-Shouters geben soll. Hier geht Volumen in der Regel über Ausdruck und Wohlklang. Ulmer wird mehr auf Flächenabdeckung denn auf Virtuosität bedacht sein. Die Anderen werden sich problemlos umstellen. Metal zählt aus künstlerischer Sicht nicht zu den unerreichbarsten Genres.

Bewegte Bilder werden wir wohl nicht bekommen, 3Sat überträgt Abends, plant Aufzeichnungen von Samael und Dirkschneider und zeigt Headliner Judas Priest dann live. Das eine oder andere Handy-Video sollte aber bei youtube auftauchen.

Zugegeben, für den HRK-Fan eine seltsame Buchung. Wahrscheinlich auch nicht gerade die Chance, neue Fans einzusammeln. Aber wenn alles gut geht, wird es mehr Spaß bringen als „Zu Gast bei Carmen Nebel“ zu sein. Und wir werden sehen, dass wir eine möglichst breite Berichterstattung hinbekommen. Und wer es erleben will, es gibt noch Restbestände an All-In-Tickets für 221 Euro.

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HEUTE VÖ „Schöne Grüße vom Schicksal“

Endlich, nach einer für wahre Fans schon fast unerträglichen Wartezeit von 26 Monaten erscheint Heute, am 4. Mai ein neues HEINZ RUDOLF KUNZE & Verstärkung Album. Die Wunderkinder haderten schon fast mit ihrem Schicksal, da ein Prelistening Termin zwar schon frühzeitig anvisiert wurde, aber durch den knappen Terminplan unseres Lieblingskünstlers immer wieder verschoben werden mußte. Erst mitte April konnte man in der Wedemark das neue Produkt begutachten und (der Kalauer muss jetzt kommen) „Das Schicksal“ in die eigene Hand nehmen.

Eines schon mal vorab, was wir zu hören bekamen, ist weit entfernt von den entsetzten Vermutungen einiger Wuki´s, auf Grund der Radio tauglichen Vorabsingle „Ich sag´s Dir gerne Tausendmal“. Das was wir zu hören bekamen, war eine musikalische Entdeckungsreise in Gefühlswelten mit unterschiedlichsten Mitmenschen, urigen Typen, Charakteren und viel Herz ist auch mit dabei – versprochen. *„Songs, die von Schicksalsergebenheit ebenso erzählen wie von unbeugsamen Trotz; von den Schlägen, die man nicht kommen sieht, wie von den Momenten, in denen alles perfekt ist und einem die List der Vernunft ein Lächeln schenkt. Kurz: Musik für die Beste aller möglichen Welten. Mindestens.“

Was HEINZ und seine, wie er immer während des Gesprächs betonte, genialen, kollegialen, professionellen und menschlich hervorragend zusammen passenden, harmonischen Verstärker da gezaubert haben, ist eine bemerkenswerte Fortsetzung und gleichzeitig das Ende einer Trilogie (Stein vom Herzen 2013, Deutschland 2016).

Auch Marc Schettler am Mischpult – HEINZ spricht vom 6. Bandmitglied -, hat das Album, die HEINZ Stimme als Instrument immer ganz nach Vorne gemischt, zu einem völlig begeisternden Klangerlebnis verfeinert. Total echt und authentisch, was natürlich auch an der Stärke des Materials lag, wie HEINZ lächelnd anmerkte. Wir können zu Recht von einem Rock- und Popalbum sprechen, denn es werden alle musikalischen, aber auch textlichen Möglichkeiten ausgeschöpft.

Wieder einmal ist es Martin Huch (ehemaliges, langjähriges Verstärkungsmitglied & Profifotograf) mit seinen Fotos gelungen, das KUNZE Projekt mit einer tollen Covergestaltung zu versehen und dadurch den sehr guten Gesamteindruck zu vervollständigen. Ein Fankommentar: „Das könnte man sich auch an die Wand hängen!“

Doch lassen wir den Künstler selber zu Wort kommen. Ein Gespräch – DAS INTRO KOMMT SO OFT, DAS LASSEN WIR VORNE WEG… weiterlesen 

 

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Hörstunde zu „Schöne Grüße vom Schicksal“

ABGESAGT

Die WUNDERKINDER möchten eine gemeinsame HÖRSTUNDE (Chat) des neuen Albums „Schöne Grüße vom Schicksal“ organisieren. Alle sind zeitgleich im Chat (Link wird noch bekannt gegeben) und jeder legt die neue CD ein und drückt im selben Moment auf „Play“. Die CD läuft durch. Jeder gibt einen Kommentar zum gerade Gehörten ab, wann immer er das für angebracht hält. Es wird bestimmt ein schöner Spaß –CD Schöne Grüße vom Schicksal

Wir müssten uns nur auf einen Termin einigen, Vorschläge bis zum 3. Mai und es wird ein schöner Spaß –

http://www.wunderkinder.de/forum/viewtopic.php?f=1&t=2336

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Tour 2019

Das SCHICKSAL nimmt seinen Lauf…
die ersten Tour Termine 2019 HRK & Verstärkung  HIER

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„Ich sag’s dir gerne tausendmal“

Trailer zur Single „ICH SAG`S DIR GERNE TAUSENDMAL“

Pop ist alles, was knallt, Freude macht und eingängig ist. Für Pop war früh schon Platz auf den Platten Heinz Rudolf Kunzes. Von „Dein ist mein ganzes Herz“ bis „Hunderttausend Rosen“: Kunze hat bewiesen, dass er Gassenhauer kann. Dass er weiß, wie das geht mit den Melodien, die die Spatzen von den Dächern pfeifen, und den Wörtern, die man so schnell nicht wieder vergisst.
„Ich sag’s dir gerne tausendmal“, die Vorab-Single des neuen Kunze-Albums „Schöne Grüße vom Schicksal“      AB 30. MÄRZ VORBESTELLBAR , ist Pop im besten Sinne. Solcher, der auf gar nicht so verstohlen leisen Sohlen ins Ohr des Hörers drängt und sich dort häuslich einrichtet, um die alte, die immer neue Junge-trifft-Mädchen-Geschichte zu erzählen. Innerhalb des Albums kommt „Ich sag’s dir gerne tausendmal“ die Rolle des fliederfarbenen Hits zu, der die anderen vierzehn Schicksalsgrüße ins Helle und Leichte holt. Als Single erscheint der Song genau rechtzeitig. Nach einem langen Winter stimmt er auf Tage ein, in denen endlich einmal wieder alles Himmel und Licht und Zuversicht ist. Das Frühjahr kann kommen. Mit „Ich sag’s dir gerne tausendmal“ rollt Heinz Rudolf Kunze ihm den Pop-Teppich aus.

Das Lied darf gerne bei eurem Lieblingssender gewünscht werden…!  http://www.radioweb.de/stationen.html

zum Forum-Thema  Schöne Grüße Vom Schicksal – Album 2018

Quelle: Electrola, a division of Universal Music GmbH/Germany
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MDR-DW Privatkonzert – Hausbesuch mit Heinz Rudolf Kunze

MDR DW Privatkonzert – Hausbesuch mit Heinz Rudolf Kunze und Della Miles.  

Die US-amerikanische Soul-Sängerin Della Miles trifft im Haus Schminke in Löbau auf den Rockmusiker Heinz Rudolf Kunze. Sie singen „I Will Always Love you“ und „Dein ist mein ganzes Herz“ und sprechen unter anderem über Heimat.

Selbst HEINZ sagt: „Schaut´s Euch an, wir haben viel Spaß gehabt. Unterhaltung mit Niveau.“

NEUE Sendetermine auf MDR: am 6. Januar um 22 Uhr sowie am 20. Januar und am 27. Januar jeweils 22.20 Uhr im MDR.

ab sofort in der Mediathek

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neues Musical

NEUES MUSICAL  WIE ES EUCH GEFÄLLT

Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig haben ein viertes Shakespeare Musical geschrieben.
Hannover Concerts wird das Stück „Wie es euch gefällt“ im eigenen Theater am Aegi in Hannover produzieren.               –  Premiere ist am 2. August 2018

Weltaufführung der bekannten Shakespeare-Komödie
Musik: Heiner Lürig – Text: Heinz Rudolf Kunze – Regie: Renate Rochell
Sie haben es wieder getan: Nach den erfolgreichen Shakespeare Musical-Adaptionen „Ein Sommernachtstraum“, „Kleider machen Liebe oder: Was ihr wollt“ und „Der Sturm“ hat sich das erfolgreiche Gespann Kunze/Lürig eine weitere Shakespeare-Komödie vorgenommen.
„Wie es euch gefällt“ heißt das neue Stück und wird von Renate Rochell (Regie) und Manfred Kaderk (Bühnenbild und Kostüme) in Szene gesetzt. Liefen die bisherigen Stücke im Gartentheater Herrenhausen unter freiem Himmel, so wird diesmal das Theater am Aegi Spielstätte sein. Die hochkarätige, homogene Darstellerriege wird von einer Live-Band unterstützt. Freuen Sie sich auf eingängige Songs, witzige Dialoge und eine spritzige Inszenierung, in der es, wie bei Shakespeare üblich, um Irrungen und Wirrungen der Liebe geht.

Tickets gibt es bereits online HIER oder an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie telefonisch unter 0511 12123333

im Wunderkinder Forum darüber austauschen kann man HIER

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Spottlight #56 vom 2.10.17

„SOLO“…….Phase 2

Diesen Abend hätte man mitschneiden müssen. Das Set wird so sicher nie wieder zu hören sein. Die Magie des Augenblicks, die Konstellation, unter der alles passt. Theoretisch reproduzierbar, praktisch aber zum Scheitern verurteilt.

Isernhagen, 15.9.2017. HRK mit seinem Solo-Programm im ausverkauften Isernhagenhof. Hm, war da nicht was? Oh ja, dort fand nämlich am 1.10.2015 bereits eines der ersten „Solo“-Konzerte statt. Ich hatte seinerzeit hier auch mit großem Vergnügen darüber berichtet. Mein „Solo“-Debüt. Zudem ja ein Heimspiel, Heinz wohnt nur 7 km entfernt und spielt also quasi im weiteren Sinn vor Nachbarn. Ihr ahnt was jetzt kommt?
Es ist ja ohnehin bekannt, dass Heinz gern mal sein Programm variiert, neue Sachen ausprobiert, gerade geschriebene Texte einstreut. Das „Solo“-Programm hat er aber um feststehende Eckpfeiler gestrickt, die bis zu diesem Abend das Korsett bildeten. So viel Raum war da gar nicht für nennenswerte Veränderungen.
Nun war aber klar, dass der veranstaltende Kulturverein mit zahlreichen Abonnenten und lokalen Gästen ein Publikum stellen würde, dass dem von vor 2 Jahren ziemlich gleicht. Und das war für Heinz Ansporn und Gelegenheit, mal richtig in die Kiste der Überraschungen zu greifen. Und so strickte er ein Set, dass den kundigen Altfan von einer Verzückung in die nächste trieb, dabei aber auch alle anderen Besucher restlos zufrieden zurückließ. Dem Publikum unterlief nur ein Fehler, aber dazu später mehr.

OK, zur Sache. Heinz kommt auf die Bühne, nimmt Platz, und trägt den allerletzten Text aus „Schwebebalken“ vor. Da er keine Überschrift hat, nennen wir ihn „John“. Das Publikum hat Freude, wird dann aber vom ersten Song in einen beklemmenden Bann gezogen. Das ist nämlich überraschenderweise „Es ist Krieg“. Meines Wissens nie zuvor gespielt. Unheimlich intensiv, nur Heinz seine Stimme und die Gitarre füllen diese zum Konzertsaal umgebaute Scheune mit toller Akkustik mit der hoffnungslosen Rhetorik über Verhaftungen ohne jeden Grund, schmierige Frisöre und an Laternen hängenden Präsidenten.
Das saß schon mal, der nächste Text, auch aus Schwebebalken, ist die Geschichte von der kaputten Leselampe, dann folgt „In der Mitte der Sanduhr“. Was für ein Auftakt. Der dritte Text, auch aus dem aktuellen Buch, ist der Dialog über den Partnertausch mit Arzt. Dann „Leg nicht auf“, das erste Stück aus dem Solo-Stammprogramm.
Der vierte Text dürfte relativ neu sein, wie ganz viele die noch folgen würden. Es geht um ZDF-Krimis auf NEO, insbesondere die Folgen von „Der Alte“ mit Rolf Schimpf. Der Text enthält einen Dialog, der laut Einleitung in jeder Folge auftritt und im Dutzend den Ausruf „Ich weiß nicht“ enthält. Es folgt die Räuberzivil-Nummer „Der Kartenleger“.
Der nächste Text ist schon etwas älter, heißt „Jeder Mann“ und leitete schon vor 10 Jahren das wunderbare „Alaska Avenue“ ein, das Heinz nun erstmals allein spielt. Danach „Immer noch besser als Arbeiten“, auch nicht im normalen „Solo“-Programm, aber bei den Promo-Rundfunkkonzerten zu „Deutschland“ schon gehört.
Heinz wechselt übrigens zwischen drei Gitarren und variiert auch gelegentlich über Effekte und Lautstärke den Klang, so folgt einem Text über eine TV-Küchenschlacht mit dem Motto „Kochen in der DDR“ das traumhafte „So wie du bist“ mit einer fein dosierten Portion Flanger. Und da die Räuberzivil-Songs fast die Hälfte des Abends abdecken, gibt es darauf eine brillant klingende Version von „Brot aus Gold“.
Der nächste Text kommt aus der Heilanstalt und heißt vermutlich „Ich bin die Beatles“ und bevor es zum Klavier geht kommt das Mundharmonikagestell zum Einsatz für „Aller Herren Länder“. Den Wechsel zum Flügel, unter Mitnahme aller Unterlagen, nutzt das Publikum für einen tosenden Applaus für den es bisher immer nur sehr begrenzt Zeit hatte.
Auch die erste Piano-Strecke beginnt mit einem Text in dem es um das Überfahren von Fußgängern geht. Der Rückgriff aufs allererste Album fördert heute auch eine andere Auswahl zu Tage, nämlich die „Romanze“. Übrigens das erste Lied, das ich von Heinz damals im TV gehört habe, seinerzeit bei Bio´s Bahnhof. Auch da mit fulminanter Wirkung. Aber einige Jahrzehnte später beherrscht Heinz seine Stimme in ganz anderer Weise, kann mit Volumen, Tempogefühl und Technik mehr Ausdruck und Intensität in den Saal tragen.
„Ich bin keiner von euch“, ein Text gegen Vereinnahmung, kündigt die nächste, nur in der Räuberzivil-Quartett-Fassung wenige Male aufgeführte Nummer an, die Heinz aus mehr oder weniger aktuellem Anlass ausgesucht haben dürfte. „Willkommen liebe Mörder“ hat es schließlich zu einer gewissen Prominenz bei Facebook gebracht, wo seit geraumer Zeit Wutbürger nicht wahrhaben wollen, dass sie einem Missverständnis aufgesessen sind. Die Klavier-only-Fassung besticht durch überwiegend gehämmerte Akkorde. Nach dem Song stellt Heinz zur Ausräumung allerletzter Irrtümer klar, was der Einleitungstext bereits verdeutlicht hatte, dass dieser Song nicht Frauke Petry, sondern Beate Tschäpe gewidmet ist.
Wer nun doch angesichts „Willkommen liebe Mörder“ ein bisschen verwirrt wurde, dem kann der nächste Song wieder in die Spur verhelfen. Für mich von allen Überraschungen des Abends die zweitgrößte. Und zwar „Jeder bete für sich allein“. Und jetzt muss ich mal einen Exkurs machen. Erinnert ihr euch an die Diskussion im Forum, angesichts der spartanischen Vorproduktion zum „Deutschland-Album“, die Heinz mit Peter Pichl gemacht hatte. Und nach deren Veredelung Peter Heinz mit der Wahrnehmung einer deprimierenden Melancholie erschreckte. Diese Ein-Mann-Demos haben ohne Frage angeschoben und motiviert, dass Heinz inzwischen mit nahezu allen Albumtiteln allein auf die Bühne geht. Sich traut, einen Song, bei dem das kaum möglich erscheint, ganz nackt aufzuführen. Und damit eine viel direktere und ursprünglichere Wirkung zu erzeugen. Gerade und vor allem bei „Jeder bete“ wird das provokative Element ja viel eindringlicher.
Einem kurzen Sprechtext folgt sogleich die Einleitung zum nächsten Stück aus „Deutschland“, wohlbekannt von den Rundfunkkonzerten. Die wunderschöne „In der alten Piccardie“. Danach kehrt ein wie aus dem Wasser gezogener Heinz, der das Programm auch heute ohne Pause aufführt, zu seinen Gitarren zurück.
Es folgt das „Lied für Berlin“, bei dem ich mir noch denke, dass ich lieber „Regen in Berlin“ gehabt hätte. Ein Text der in einem Atombunker spielt schließt sich „Elixier“ an. Und nach dem Text aus „Schwebebalken“, in dem es heißt „Kinder die was wollen – kriegen was auf die Bollen“, bekommen wir den wohl dritt-unerwarteten Song des Abends geboten. Ein Textmonstrum mit stattlicher Länge und hochunterhaltsamen Lyrics, „Mein Anwalt und ich“.
Meine Notiz zum nächsten Sprechtext kann ich nicht lesen, und dann bekommt das Publikum einen der ganz seltenen Airplay-Kracher des Abends, nämlich „Meine eigenen Wege“. Der nächste Sprechtext handelt von einem Jogging Anzug der Größe 649 und mit „Wenn du sie siehst“ kommt ein Song zum Einsatz, der bereits in einem halben Dutzend verschiedener Versionen und Besetzungen erprobt wurde.
Es ist wieder Zeit fürs Klavier. Zuerst ein neues gesprochenes Gedicht und dann wieder eine Überraschung aus dem letzten Bandalbum. „Nur eine Fotografie“ gehört ja für die meisten zu den zwei, drei unscheinbarsten Liedern der Platte. Aber heute Abend ist das Lied ein Anderes und teilt sich bildhafter und irgendwie größer mit. Der Hörer ist einfach besser im Thema.
Aus dem nächsten Sprechtext muss ich kurz zitieren. Seine Kernaussage ist, dass man mit Musikerkollegen kein Mitleid haben soll. Aber es gibt zwei Ausnahmen ihre Namen betreffend. Einmal die Gruppe Wind und Cindy & Bert. Bert lebt ja nun nicht mehr, und Heinz hatte im Sächsischen ein Plakat gesehen, auf dem für ein Schlagerfestival allen Ernstes folgende Ankündigung stand: „Cindy & Bert – jetzt ohne Bert“.
Dem Lachflash folgt „Lisa“, virtuos und einnehmend, und wieder der Instrumentenwechsel. Die Intervalle werden kürzer, Heinz muss jetzt auch noch Kilometer machen. Und sich auspowern. Jetzt kommt das Groovemonster „Deutschland“.
Der Künstler steht inzwischen fast in einer Pfütze, der Saal ist nach inzwischen weit über 2 Stunden in Ekstase, aber irgendwie will der da vorn offenbar bis morgen früh durchspielen. Oder doch nicht? Wieder am Klavier kommt etwas mehr als Vertrautes, etwas, mit dem man so ein Set durchaus beenden könnte. Und so ist es auch. „Herz“ schließt ein megaaufregendes Programm zunächst mal logisch ab. Jubel, Verbeugungen, Standing Ovations, Abgang, Zugabegebrüll.
Nun, ich hatte jetzt noch ein paar nicht unbedingt benötigte Klassiker wie „Lola“, „Mit Leib und Seele“, Ich habs versucht“ oder die „Bestandsaufnahme einschl. Harmonika“ erwartet, aber sicher nichts mehr, was aus dem Sessel reißt. Aber manchmal macht man die Rechnung ohne den Künstler. Mitten in das jubelnde Volk hinein kommt jetzt nämlich der Hammer des Abends. Ich hatte mit vielem nicht gerechnet, aber was jetzt passiert, konnte ich überhaupt nicht fassen. Heinz spielt ein Klavierintro, und es entpuppt sich als „Die Letzten unserer Art“.
Was geht denn hier ab? Ich liebe die Nummer und ihr großartiges Arrangement in der Bandfassung. Und jetzt spielt Heinz das Ding solo. Düster, resigniert, mahnend, geschlagen. Ein Traum. Ganz grandios. Und ich bin dabei.
Apropos geschlagen. Vorhin hatte ich noch daran gedacht, jetzt gibt es „Regen in Berlin“ tatsächlich auch noch obendrauf. Die Songs trennen 35 Jahre, aber jetzt sind sie sich so nah. Das Leben wird vorbeigewinkt.
Der zweite Zugabenblock konzentriert sich auf bekannte Kost und Gitarre. Zuerst „Mabel“, dann „Blowin´ in the Wind“ mit unvermeidlichem Harmonika-Solo. Dann wieder Standing Ovations, Verbeugungen, Abgang. Und dann der schwere Fehler den ich am Anfang erwähnte. Der Abend war lang, der nächste Tag ein Arbeitstag, und der Künstler zum Auswringen verschwitzt. Eine Handvoll Besucher vermutete das Ende der Veranstaltung und strebte dem Ausgang entgegen, wohl auch um zügig vom Parkplatz zu kommen, von dem nur ein Nadelöhr herunterführt. Auch die restlichen 95% der Besucher deuten das als Signal für das Veranstaltungsende und brachen den tosenden Applaus zögernd, aber deutlich wahrnehmbar ab.
Heinz war angesichts seines Feierabends zwar weder unglücklich noch beleidigt, bestätigte aber in der Garderobe, dass er selbstverständlich noch Einiges parat gehabt hätte. Und zwar auch, hier stockte mir der Atem, den „Kakadu“.
Ich will ja nicht hadern, dass wäre angesichts dieses überwältigend zusammengestellten Programms absurd, aber ob die Chance noch mal wiederkommt, darf bezweifelt werden. Satte 26 Songs, von denen ungefähr 20 weitgehend unerwartet, und etwa 12 umwerfend überraschend anmuteten. Dazu ein gutes Dutzend neuer Texte und ein halbes Dutzend aus dem hinterlegten Regel. Heinz hatte vorher ein bisschen Sorge, ob dieses neu zusammengestellte Programm so funktionieren würde wie das von festen Säulen getragene Gerüst des A-Sets, aber daran kann es keinen Zweifel geben. Und der Hardcore-Fan, der es gern durchgeknallt und speziell hat, der war sowieso völlig geflasht.
Klar auch, dass Heinz es genossen hat, sich dieses Programm auszudenken, es vorzubereiten, und auf diese Bühne zu bringen. Aber das A-Set wird natürlich das A-Set bleiben. Atmend und mit Variationen zwar, aber eben doch wesentlich weniger experimentell.
So, ich mache jetzt auch Feierabend. Bis bald…

kommende Termine siehe    http://heinzrudolfkunze.band/termine/solo

Veröffentlicht unter Frankys Spot(t)light | Kommentare deaktiviert für Spottlight #56 vom 2.10.17

Die Keimung

Es keimt etwas in der Wedemark

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