HEUTE VÖ „Schöne Grüße vom Schicksal“

Endlich, nach einer für wahre Fans schon fast unerträglichen Wartezeit von 26 Monaten erscheint Heute, am 4. Mai ein neues HEINZ RUDOLF KUNZE & Verstärkung Album. Die Wunderkinder haderten schon fast mit ihrem Schicksal, da ein Prelistening Termin zwar schon frühzeitig anvisiert wurde, aber durch den knappen Terminplan unseres Lieblingskünstlers immer wieder verschoben werden mußte. Erst mitte April konnte man in der Wedemark das neue Produkt begutachten und (der Kalauer muss jetzt kommen) „Das Schicksal“ in die eigene Hand nehmen.

Eines schon mal vorab, was wir zu hören bekamen, ist weit entfernt von den entsetzten Vermutungen einiger Wuki´s, auf Grund der Radio tauglichen Vorabsingle „Ich sag´s Dir gerne Tausendmal“. Das was wir zu hören bekamen, war eine musikalische Entdeckungsreise in Gefühlswelten mit unterschiedlichsten Mitmenschen, urigen Typen, Charakteren und viel Herz ist auch mit dabei – versprochen. *„Songs, die von Schicksalsergebenheit ebenso erzählen wie von unbeugsamen Trotz; von den Schlägen, die man nicht kommen sieht, wie von den Momenten, in denen alles perfekt ist und einem die List der Vernunft ein Lächeln schenkt. Kurz: Musik für die Beste aller möglichen Welten. Mindestens.“

Was HEINZ und seine, wie er immer während des Gesprächs betonte, genialen, kollegialen, professionellen und menschlich hervorragend zusammen passenden, harmonischen Verstärker da gezaubert haben, ist eine bemerkenswerte Fortsetzung und gleichzeitig das Ende einer Trilogie (Stein vom Herzen 2013, Deutschland 2016).

Auch Marc Schettler am Mischpult – HEINZ spricht vom 6. Bandmitglied -, hat das Album, die HEINZ Stimme als Instrument immer ganz nach Vorne gemischt, zu einem völlig begeisternden Klangerlebnis verfeinert. Total echt und authentisch, was natürlich auch an der Stärke des Materials lag, wie HEINZ lächelnd anmerkte. Wir können zu Recht von einem Rock- und Popalbum sprechen, denn es werden alle musikalischen, aber auch textlichen Möglichkeiten ausgeschöpft.

Wieder einmal ist es Martin Huch (ehemaliges, langjähriges Verstärkungsmitglied & Profifotograf) mit seinen Fotos gelungen, das KUNZE Projekt mit einer tollen Covergestaltung zu versehen und dadurch den sehr guten Gesamteindruck zu vervollständigen. Ein Fankommentar: „Das könnte man sich auch an die Wand hängen!“

Doch lassen wir den Künstler selber zu Wort kommen. Ein Gespräch – DAS INTRO KOMMT SO OFT, DAS LASSEN WIR VORNE WEG… weiterlesen 

 

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Hörstunde zu „Schöne Grüße vom Schicksal“

ABGESAGT

Die WUNDERKINDER möchten eine gemeinsame HÖRSTUNDE (Chat) des neuen Albums „Schöne Grüße vom Schicksal“ organisieren. Alle sind zeitgleich im Chat (Link wird noch bekannt gegeben) und jeder legt die neue CD ein und drückt im selben Moment auf „Play“. Die CD läuft durch. Jeder gibt einen Kommentar zum gerade Gehörten ab, wann immer er das für angebracht hält. Es wird bestimmt ein schöner Spaß –CD Schöne Grüße vom Schicksal

Wir müssten uns nur auf einen Termin einigen, Vorschläge bis zum 3. Mai und es wird ein schöner Spaß –

http://www.wunderkinder.de/forum/viewtopic.php?f=1&t=2336

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Tour 2019

Das SCHICKSAL nimmt seinen Lauf…
die ersten Tour Termine 2019 HRK & Verstärkung  HIER

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„Ich sag’s dir gerne tausendmal“

Trailer zur Single „ICH SAG`S DIR GERNE TAUSENDMAL“

Pop ist alles, was knallt, Freude macht und eingängig ist. Für Pop war früh schon Platz auf den Platten Heinz Rudolf Kunzes. Von „Dein ist mein ganzes Herz“ bis „Hunderttausend Rosen“: Kunze hat bewiesen, dass er Gassenhauer kann. Dass er weiß, wie das geht mit den Melodien, die die Spatzen von den Dächern pfeifen, und den Wörtern, die man so schnell nicht wieder vergisst.
„Ich sag’s dir gerne tausendmal“, die Vorab-Single des neuen Kunze-Albums „Schöne Grüße vom Schicksal“      AB 30. MÄRZ VORBESTELLBAR , ist Pop im besten Sinne. Solcher, der auf gar nicht so verstohlen leisen Sohlen ins Ohr des Hörers drängt und sich dort häuslich einrichtet, um die alte, die immer neue Junge-trifft-Mädchen-Geschichte zu erzählen. Innerhalb des Albums kommt „Ich sag’s dir gerne tausendmal“ die Rolle des fliederfarbenen Hits zu, der die anderen vierzehn Schicksalsgrüße ins Helle und Leichte holt. Als Single erscheint der Song genau rechtzeitig. Nach einem langen Winter stimmt er auf Tage ein, in denen endlich einmal wieder alles Himmel und Licht und Zuversicht ist. Das Frühjahr kann kommen. Mit „Ich sag’s dir gerne tausendmal“ rollt Heinz Rudolf Kunze ihm den Pop-Teppich aus.

Das Lied darf gerne bei eurem Lieblingssender gewünscht werden…!  http://www.radioweb.de/stationen.html

zum Forum-Thema  Schöne Grüße Vom Schicksal – Album 2018

Quelle: Electrola, a division of Universal Music GmbH/Germany
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MDR-DW Privatkonzert – Hausbesuch mit Heinz Rudolf Kunze

MDR DW Privatkonzert – Hausbesuch mit Heinz Rudolf Kunze und Della Miles.  

Die US-amerikanische Soul-Sängerin Della Miles trifft im Haus Schminke in Löbau auf den Rockmusiker Heinz Rudolf Kunze. Sie singen „I Will Always Love you“ und „Dein ist mein ganzes Herz“ und sprechen unter anderem über Heimat.

Selbst HEINZ sagt: „Schaut´s Euch an, wir haben viel Spaß gehabt. Unterhaltung mit Niveau.“

NEUE Sendetermine auf MDR: am 6. Januar um 22 Uhr sowie am 20. Januar und am 27. Januar jeweils 22.20 Uhr im MDR.

ab sofort in der Mediathek

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neues Musical

NEUES MUSICAL  WIE ES EUCH GEFÄLLT

Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig haben ein viertes Shakespeare Musical geschrieben.
Hannover Concerts wird das Stück „Wie es euch gefällt“ im eigenen Theater am Aegi in Hannover produzieren.               –  Premiere ist am 2. August 2018

Weltaufführung der bekannten Shakespeare-Komödie
Musik: Heiner Lürig – Text: Heinz Rudolf Kunze – Regie: Renate Rochell
Sie haben es wieder getan: Nach den erfolgreichen Shakespeare Musical-Adaptionen „Ein Sommernachtstraum“, „Kleider machen Liebe oder: Was ihr wollt“ und „Der Sturm“ hat sich das erfolgreiche Gespann Kunze/Lürig eine weitere Shakespeare-Komödie vorgenommen.
„Wie es euch gefällt“ heißt das neue Stück und wird von Renate Rochell (Regie) und Manfred Kaderk (Bühnenbild und Kostüme) in Szene gesetzt. Liefen die bisherigen Stücke im Gartentheater Herrenhausen unter freiem Himmel, so wird diesmal das Theater am Aegi Spielstätte sein. Die hochkarätige, homogene Darstellerriege wird von einer Live-Band unterstützt. Freuen Sie sich auf eingängige Songs, witzige Dialoge und eine spritzige Inszenierung, in der es, wie bei Shakespeare üblich, um Irrungen und Wirrungen der Liebe geht.

Tickets gibt es bereits online HIER oder an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie telefonisch unter 0511 12123333

im Wunderkinder Forum darüber austauschen kann man HIER

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Spottlight #56 vom 2.10.17

„SOLO“…….Phase 2

Diesen Abend hätte man mitschneiden müssen. Das Set wird so sicher nie wieder zu hören sein. Die Magie des Augenblicks, die Konstellation, unter der alles passt. Theoretisch reproduzierbar, praktisch aber zum Scheitern verurteilt.

Isernhagen, 15.9.2017. HRK mit seinem Solo-Programm im ausverkauften Isernhagenhof. Hm, war da nicht was? Oh ja, dort fand nämlich am 1.10.2015 bereits eines der ersten „Solo“-Konzerte statt. Ich hatte seinerzeit hier auch mit großem Vergnügen darüber berichtet. Mein „Solo“-Debüt. Zudem ja ein Heimspiel, Heinz wohnt nur 7 km entfernt und spielt also quasi im weiteren Sinn vor Nachbarn. Ihr ahnt was jetzt kommt?
Es ist ja ohnehin bekannt, dass Heinz gern mal sein Programm variiert, neue Sachen ausprobiert, gerade geschriebene Texte einstreut. Das „Solo“-Programm hat er aber um feststehende Eckpfeiler gestrickt, die bis zu diesem Abend das Korsett bildeten. So viel Raum war da gar nicht für nennenswerte Veränderungen.
Nun war aber klar, dass der veranstaltende Kulturverein mit zahlreichen Abonnenten und lokalen Gästen ein Publikum stellen würde, dass dem von vor 2 Jahren ziemlich gleicht. Und das war für Heinz Ansporn und Gelegenheit, mal richtig in die Kiste der Überraschungen zu greifen. Und so strickte er ein Set, dass den kundigen Altfan von einer Verzückung in die nächste trieb, dabei aber auch alle anderen Besucher restlos zufrieden zurückließ. Dem Publikum unterlief nur ein Fehler, aber dazu später mehr.

OK, zur Sache. Heinz kommt auf die Bühne, nimmt Platz, und trägt den allerletzten Text aus „Schwebebalken“ vor. Da er keine Überschrift hat, nennen wir ihn „John“. Das Publikum hat Freude, wird dann aber vom ersten Song in einen beklemmenden Bann gezogen. Das ist nämlich überraschenderweise „Es ist Krieg“. Meines Wissens nie zuvor gespielt. Unheimlich intensiv, nur Heinz seine Stimme und die Gitarre füllen diese zum Konzertsaal umgebaute Scheune mit toller Akkustik mit der hoffnungslosen Rhetorik über Verhaftungen ohne jeden Grund, schmierige Frisöre und an Laternen hängenden Präsidenten.
Das saß schon mal, der nächste Text, auch aus Schwebebalken, ist die Geschichte von der kaputten Leselampe, dann folgt „In der Mitte der Sanduhr“. Was für ein Auftakt. Der dritte Text, auch aus dem aktuellen Buch, ist der Dialog über den Partnertausch mit Arzt. Dann „Leg nicht auf“, das erste Stück aus dem Solo-Stammprogramm.
Der vierte Text dürfte relativ neu sein, wie ganz viele die noch folgen würden. Es geht um ZDF-Krimis auf NEO, insbesondere die Folgen von „Der Alte“ mit Rolf Schimpf. Der Text enthält einen Dialog, der laut Einleitung in jeder Folge auftritt und im Dutzend den Ausruf „Ich weiß nicht“ enthält. Es folgt die Räuberzivil-Nummer „Der Kartenleger“.
Der nächste Text ist schon etwas älter, heißt „Jeder Mann“ und leitete schon vor 10 Jahren das wunderbare „Alaska Avenue“ ein, das Heinz nun erstmals allein spielt. Danach „Immer noch besser als Arbeiten“, auch nicht im normalen „Solo“-Programm, aber bei den Promo-Rundfunkkonzerten zu „Deutschland“ schon gehört.
Heinz wechselt übrigens zwischen drei Gitarren und variiert auch gelegentlich über Effekte und Lautstärke den Klang, so folgt einem Text über eine TV-Küchenschlacht mit dem Motto „Kochen in der DDR“ das traumhafte „So wie du bist“ mit einer fein dosierten Portion Flanger. Und da die Räuberzivil-Songs fast die Hälfte des Abends abdecken, gibt es darauf eine brillant klingende Version von „Brot aus Gold“.
Der nächste Text kommt aus der Heilanstalt und heißt vermutlich „Ich bin die Beatles“ und bevor es zum Klavier geht kommt das Mundharmonikagestell zum Einsatz für „Aller Herren Länder“. Den Wechsel zum Flügel, unter Mitnahme aller Unterlagen, nutzt das Publikum für einen tosenden Applaus für den es bisher immer nur sehr begrenzt Zeit hatte.
Auch die erste Piano-Strecke beginnt mit einem Text in dem es um das Überfahren von Fußgängern geht. Der Rückgriff aufs allererste Album fördert heute auch eine andere Auswahl zu Tage, nämlich die „Romanze“. Übrigens das erste Lied, das ich von Heinz damals im TV gehört habe, seinerzeit bei Bio´s Bahnhof. Auch da mit fulminanter Wirkung. Aber einige Jahrzehnte später beherrscht Heinz seine Stimme in ganz anderer Weise, kann mit Volumen, Tempogefühl und Technik mehr Ausdruck und Intensität in den Saal tragen.
„Ich bin keiner von euch“, ein Text gegen Vereinnahmung, kündigt die nächste, nur in der Räuberzivil-Quartett-Fassung wenige Male aufgeführte Nummer an, die Heinz aus mehr oder weniger aktuellem Anlass ausgesucht haben dürfte. „Willkommen liebe Mörder“ hat es schließlich zu einer gewissen Prominenz bei Facebook gebracht, wo seit geraumer Zeit Wutbürger nicht wahrhaben wollen, dass sie einem Missverständnis aufgesessen sind. Die Klavier-only-Fassung besticht durch überwiegend gehämmerte Akkorde. Nach dem Song stellt Heinz zur Ausräumung allerletzter Irrtümer klar, was der Einleitungstext bereits verdeutlicht hatte, dass dieser Song nicht Frauke Petry, sondern Beate Tschäpe gewidmet ist.
Wer nun doch angesichts „Willkommen liebe Mörder“ ein bisschen verwirrt wurde, dem kann der nächste Song wieder in die Spur verhelfen. Für mich von allen Überraschungen des Abends die zweitgrößte. Und zwar „Jeder bete für sich allein“. Und jetzt muss ich mal einen Exkurs machen. Erinnert ihr euch an die Diskussion im Forum, angesichts der spartanischen Vorproduktion zum „Deutschland-Album“, die Heinz mit Peter Pichl gemacht hatte. Und nach deren Veredelung Peter Heinz mit der Wahrnehmung einer deprimierenden Melancholie erschreckte. Diese Ein-Mann-Demos haben ohne Frage angeschoben und motiviert, dass Heinz inzwischen mit nahezu allen Albumtiteln allein auf die Bühne geht. Sich traut, einen Song, bei dem das kaum möglich erscheint, ganz nackt aufzuführen. Und damit eine viel direktere und ursprünglichere Wirkung zu erzeugen. Gerade und vor allem bei „Jeder bete“ wird das provokative Element ja viel eindringlicher.
Einem kurzen Sprechtext folgt sogleich die Einleitung zum nächsten Stück aus „Deutschland“, wohlbekannt von den Rundfunkkonzerten. Die wunderschöne „In der alten Piccardie“. Danach kehrt ein wie aus dem Wasser gezogener Heinz, der das Programm auch heute ohne Pause aufführt, zu seinen Gitarren zurück.
Es folgt das „Lied für Berlin“, bei dem ich mir noch denke, dass ich lieber „Regen in Berlin“ gehabt hätte. Ein Text der in einem Atombunker spielt schließt sich „Elixier“ an. Und nach dem Text aus „Schwebebalken“, in dem es heißt „Kinder die was wollen – kriegen was auf die Bollen“, bekommen wir den wohl dritt-unerwarteten Song des Abends geboten. Ein Textmonstrum mit stattlicher Länge und hochunterhaltsamen Lyrics, „Mein Anwalt und ich“.
Meine Notiz zum nächsten Sprechtext kann ich nicht lesen, und dann bekommt das Publikum einen der ganz seltenen Airplay-Kracher des Abends, nämlich „Meine eigenen Wege“. Der nächste Sprechtext handelt von einem Jogging Anzug der Größe 649 und mit „Wenn du sie siehst“ kommt ein Song zum Einsatz, der bereits in einem halben Dutzend verschiedener Versionen und Besetzungen erprobt wurde.
Es ist wieder Zeit fürs Klavier. Zuerst ein neues gesprochenes Gedicht und dann wieder eine Überraschung aus dem letzten Bandalbum. „Nur eine Fotografie“ gehört ja für die meisten zu den zwei, drei unscheinbarsten Liedern der Platte. Aber heute Abend ist das Lied ein Anderes und teilt sich bildhafter und irgendwie größer mit. Der Hörer ist einfach besser im Thema.
Aus dem nächsten Sprechtext muss ich kurz zitieren. Seine Kernaussage ist, dass man mit Musikerkollegen kein Mitleid haben soll. Aber es gibt zwei Ausnahmen ihre Namen betreffend. Einmal die Gruppe Wind und Cindy & Bert. Bert lebt ja nun nicht mehr, und Heinz hatte im Sächsischen ein Plakat gesehen, auf dem für ein Schlagerfestival allen Ernstes folgende Ankündigung stand: „Cindy & Bert – jetzt ohne Bert“.
Dem Lachflash folgt „Lisa“, virtuos und einnehmend, und wieder der Instrumentenwechsel. Die Intervalle werden kürzer, Heinz muss jetzt auch noch Kilometer machen. Und sich auspowern. Jetzt kommt das Groovemonster „Deutschland“.
Der Künstler steht inzwischen fast in einer Pfütze, der Saal ist nach inzwischen weit über 2 Stunden in Ekstase, aber irgendwie will der da vorn offenbar bis morgen früh durchspielen. Oder doch nicht? Wieder am Klavier kommt etwas mehr als Vertrautes, etwas, mit dem man so ein Set durchaus beenden könnte. Und so ist es auch. „Herz“ schließt ein megaaufregendes Programm zunächst mal logisch ab. Jubel, Verbeugungen, Standing Ovations, Abgang, Zugabegebrüll.
Nun, ich hatte jetzt noch ein paar nicht unbedingt benötigte Klassiker wie „Lola“, „Mit Leib und Seele“, Ich habs versucht“ oder die „Bestandsaufnahme einschl. Harmonika“ erwartet, aber sicher nichts mehr, was aus dem Sessel reißt. Aber manchmal macht man die Rechnung ohne den Künstler. Mitten in das jubelnde Volk hinein kommt jetzt nämlich der Hammer des Abends. Ich hatte mit vielem nicht gerechnet, aber was jetzt passiert, konnte ich überhaupt nicht fassen. Heinz spielt ein Klavierintro, und es entpuppt sich als „Die Letzten unserer Art“.
Was geht denn hier ab? Ich liebe die Nummer und ihr großartiges Arrangement in der Bandfassung. Und jetzt spielt Heinz das Ding solo. Düster, resigniert, mahnend, geschlagen. Ein Traum. Ganz grandios. Und ich bin dabei.
Apropos geschlagen. Vorhin hatte ich noch daran gedacht, jetzt gibt es „Regen in Berlin“ tatsächlich auch noch obendrauf. Die Songs trennen 35 Jahre, aber jetzt sind sie sich so nah. Das Leben wird vorbeigewinkt.
Der zweite Zugabenblock konzentriert sich auf bekannte Kost und Gitarre. Zuerst „Mabel“, dann „Blowin´ in the Wind“ mit unvermeidlichem Harmonika-Solo. Dann wieder Standing Ovations, Verbeugungen, Abgang. Und dann der schwere Fehler den ich am Anfang erwähnte. Der Abend war lang, der nächste Tag ein Arbeitstag, und der Künstler zum Auswringen verschwitzt. Eine Handvoll Besucher vermutete das Ende der Veranstaltung und strebte dem Ausgang entgegen, wohl auch um zügig vom Parkplatz zu kommen, von dem nur ein Nadelöhr herunterführt. Auch die restlichen 95% der Besucher deuten das als Signal für das Veranstaltungsende und brachen den tosenden Applaus zögernd, aber deutlich wahrnehmbar ab.
Heinz war angesichts seines Feierabends zwar weder unglücklich noch beleidigt, bestätigte aber in der Garderobe, dass er selbstverständlich noch Einiges parat gehabt hätte. Und zwar auch, hier stockte mir der Atem, den „Kakadu“.
Ich will ja nicht hadern, dass wäre angesichts dieses überwältigend zusammengestellten Programms absurd, aber ob die Chance noch mal wiederkommt, darf bezweifelt werden. Satte 26 Songs, von denen ungefähr 20 weitgehend unerwartet, und etwa 12 umwerfend überraschend anmuteten. Dazu ein gutes Dutzend neuer Texte und ein halbes Dutzend aus dem hinterlegten Regel. Heinz hatte vorher ein bisschen Sorge, ob dieses neu zusammengestellte Programm so funktionieren würde wie das von festen Säulen getragene Gerüst des A-Sets, aber daran kann es keinen Zweifel geben. Und der Hardcore-Fan, der es gern durchgeknallt und speziell hat, der war sowieso völlig geflasht.
Klar auch, dass Heinz es genossen hat, sich dieses Programm auszudenken, es vorzubereiten, und auf diese Bühne zu bringen. Aber das A-Set wird natürlich das A-Set bleiben. Atmend und mit Variationen zwar, aber eben doch wesentlich weniger experimentell.
So, ich mache jetzt auch Feierabend. Bis bald…

kommende Termine siehe    http://heinzrudolfkunze.band/termine/solo

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Die Keimung

Es keimt etwas in der Wedemark

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Spottlight #55……Meisterwerke im Bunker

Ein paar Sachen vorweg. Das Coveralbum hatte mich bekanntlich einigermaßen verstört, und ich weiß, dass man hier im Wuki-Board von mir keine fröhlichen Werbetexte erwartet, sondern Essay-ähnlichen Klartext.
Wer nun aber vermutet, dass ich die Sahneschnitten-Tour (OT Heinz) zum Coveralbum hier durch den Wolf drehe, wird enttäuscht sein. Denn im Gegensatz zum Album mit Ansage in die Hose gegangenen Album haben wir es hier mit einer megaerfolgreichen Tour zu tun. Die Veranstaltung selbst war sicher nicht mein Wunschprogramm, aber mir geht das Herz auf angesichts der pickepackevollen Hallen mit richtig begeisterten und dankbaren Menschen.

Man muss sich das schon mal vor Augen halten. Heinz war erst im Oktober auf einer Tour in Magdeburg, die dem Album acht Monate hinterherhinkte. Und nicht einmal ein halbes Jahr später kehrt er zurück und füllt die riesige Stadthalle mit einem weiteren Programm,  das ohne organische Promotion auskam, weil das dazugehörige Album ja nun mal unter Wahrnehmungsstörungen litt. Insgesamt über 90% Auslastung in wirklich nicht kleinen Häusern. Eine Erfolgsgeschichte. Und Grund genug, nun für den Herbst eine Fortsetzung zu prüfen, zumal Westdeutschland ja ein ganz kleines bisschen zu kurz gekommen ist.  Diese Prüfung läuft gerade.

Kommen wir zum Konzert selbst. Das Programm ist ja bekannt, weshalb ich mich mit eigenen Beobachtungen beschäftige. Zwei Schwerpunkte machen die Veranstaltung für geübte HRK-Konzertgänger interessant. Die „neuen“ Songs aus dem Coveralbum, und die neuen Arrangements auch klassischer HRK-Songs durch das Streicher-Trio, vertreten mit Cello, Bratsche und Violine. Und da wäre vor allem zu erwähnen, dass wir es hier nicht mit einem 08/15-Rock meets Klassik-Alibikonzept zu tun haben, sondern mit einschneidenden Beiträgen, die die Songs wirklich verändern. Übrigens nicht alle Songs, weil man Aufwand und vor allem Probenkapazitäten dosieren musste. Zu Beginn des zweiten Teils (das Programm hat eine Pause) spielt die Band gleich fünf Songs am Stück ohne das Trio, sodass man sich fragte, ob die in der Pause verlorengegangen sind. Insgesamt sind sie bei gut der Hälfte der Songs dabei. Dann aber eben auch sehr prägnant.

Bei der Auswahl der Coversongs für die Bühne ahne ich eine Art Kompromiss. Die beiden schrägen Vertreter „Haus der Lüge“ und „Mussolini“, die in diesem Programm seltsam gewirkt hätten (auch wenn ich sie natürlich unbedingt dabeihaben wollte), wurden ausgespart. Dafür aber auch die Songs, die für Altfans den Supergau bedeutet hätten. Kein „Junge komm bald wieder“ und vor allem keine Münchner Freiheit. Hierzu habe ich mir, auch wenn das natürlich Quatsch ist, eingeredet, Heinz habe mir damit einen persönlichen Gefallen tun wollen.

So ziemlich alle der gespielten Cover-Songs gewinnen deutlich gegenüber der Studioaufnahmen, was allerdings auch zu erwarten war. Die „Lachse“ kommen mit Wucht fett und geil daher und werdeb geradezu zum Heinz-Song.  Die Ärzte-Nummer wird zur opulenten Pop-Hymne und „Berlin“ mutiert im Zugabenblock mit umgekleideter Band zum Wave-Festival. Richtig gut gemacht mit einstudierter Choreo und liebevoller Hommage an F.J.Krüger.

Opener „Blumen aus Eis“ fand ich etwas zahnlos, abgesehen davon, dass die frühem Karat weit bessere Songs gemacht haben, und die Hosen-Nummer passt meiner Meinung nach einfach nicht zu Heinz und stellt ein Mißverständnis dar. Interessant hingegen das von Heinz einsam, dann mit klassischer Unterstützung, vorgetragene „Was ich dir sagen will“ in tonnenschwerem Moll. Die Akkorde brechen aus dem Klavier wie fallende Ziegelsteine. Nicht ganz meine musikalische DNA, aber sehr eindrucksvoll. Danach , „Lisa“ in einer kammermusikalischen Version. Gewöhnungsbedürftig, aber großartig dargeboten. Und weiter ohne Band „So wie Du bis“, ungemein untensiv, nackt und gläsern.
Danach heißt es tapfer sein. Die Band kommt zurück, Heinz macht eine Ansage die er nicht so meint, und wir bekommen „Hunderttausend Rosen“ geboten, noch dazu in einer Version, die  hinter der aus der „Gunst der Stunde“-Tour noch zurückbleibt weil das Trio unfreiwillig mit in den Blumentopf gerät.

Die meisten Songs, die bereits im Oktober im Set waren, kommen natürlich ohne Neubearbeitung aus, wenn man davon absieht, dass dir Band von einer sechsten „Geheimwaffe“ (OT-Heinz) unterstützt wird, was sich vor allem in Percussion und Rhythmusgitarre auswirkt. Vor allem das großartige „Schausteller“-Intro zu „Mit Leib und Seele“ und „Die offene See“ gehören dabei zu den Highlights, „Paradies“ und „vor allem „Hallo Himmel“ schienen mir sogar etwas mehr Wall of Sound zu sein, als auf der „Deutschland“-Tour.
Während dem „Protest“-Block „Einmal noch und immer wieder und „Längere Tage“, erhoben sich dann die ersten Begeisterten  und begannen in dem drei meter breiten Zwischenraum und Reihe 1 zu tanzen. Kann man machen, muss man aber nicht. Ungefähr ab Mabel erhob sich dann der halbe Saal, als wolle er gegen die Bestuhlung protestieren.
Das Konzept geht voll auch, der zweite Teil, und auch die Zugaben, sind keine Verbeugungen mehr sondern HRK pur. Auch das Trio hat jetzt nur noch wenig Gelegenheit, die besondere Note aus der ersten Hälfte durchzusetzen, jedenfalls bis zur Schlussnummer. Die ist, wenn auch dreihundertzwölf Mal gehört, heute für die Ewigkeit. „Ich hab´s versucht“ geht nämlich in voller Stärke über die Bühne. Das markante Solo spielt die Viloline und anschließend gibt  Jens den Startschuss zu einem brillianten Finale furioso und treibt auch mir, der ich den Abend relativ sachlich verfolgt habe, die Begeisterung in die Glieder, die da unten in dieser riesigen Halle schon lange überkocht.

Apropos Halle, ich erwarte von Kalle, der für die Bilder eingeteilt war, dass er diesen Text mit einer Außenaufnahme der Halle anreichert. Reichert? Nein, Reichard. Ja, ein Wortspiel. Manu Reichard, Magdeburgerin und häufiger Gast und oft auch Merch- Beauftragte, hatte mir vor Jahren schon mal erklärt, warum sie zwar gern die halbe Tour begleitet, aber auf die Stadthalle ihrer Heimatstadt gern verzichtet (diesmal übrigens nicht). Diese Halle, so gross sie ist, und so schön sie direkt an der Elbe gelegen ist, versprüht den Charme eines Kriegsbunkers aus dem zweiten Weltkrieg. Auf der Homepage hat man ja eine vergleichsweise schmeichelhafte Ablichtung hinbekommen, aber die Wirklichkeit machte mir Angst.
Von innen übrigens wirkte der Bau, als habe er gestern noch einen SED-Parteitag beherbergt. Riesige Vorhänge in einer Art missglückten beige-Ton an den Wänden hüllen den riesigen Hangar in eine Atmosphäre, dass man zwangsläufig vergessene Honnecker-Bilder an der Wand sucht. Und die zahllosen von der Decke hängenden Beleuchtungsgebilde sehen aus, als habe man 300 nackte Glühbirnen zusammengeklebt.
Merch gabs übrigens diesmal gar nicht, nicht mal „Meisterwerke-CDs. Aber die waren ja in der Tat auch schon im Oktober im Programm.  Das wird auch dadurch verständlich, dass die gebuchten Locations in der Regel inzwischen bemerkenswerte Extra-Mieten aufrufen.

So, ich bin dann wohl durch, wollte aber noch was in eigener Sache sagen. Ach ja, ich bekomme wütende Mails, weil meine Playlist-Serie im Forum immer so spät dran ist. Diesmal habe ich die März-Liste im März gar nicht geschafft und wir haben jetzt Mitte April. Kommt aber noch. Für 3 und 4/17 gibt es eine Doppel-CD-Playlist. Die ist jetzt fast fertig, steht unter dem Motto „Deutschspachig und besonders“ und mußte eben wegen dem erforderlichen Umfang zweitteilig werden, aber zusammen erscheinen.

Bis die Tage, der nächste Text enthält dann auch wieder fette Neuigkeiten.

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Voller Terminkalender 2017

Voller Terminkalender 2017 viele Möglichkeiten für den Fan HEINZ RUDOLF KUNZE live zu erleben

Lesung 2016                  einstimmig                        meisterwerke

Termine: Lesungen      Termine: Einstimmig Solo     Termine: Meisterwerke-Tournee

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