Neues aus Heinzland

Der Eventbericht zur Lesung war nicht mein Job, da gibt es ja inzwischen auch genügend Artikel, z.B. auch aus dem Göttinger Tageblatt. Zudem war das Göttinger Programm quasi als erst um 21 Uhr beginnender Headliner des Sonntags auf 75 Minuten begrenzt, musste also abgespeckt dargeboten werden.

Neben der Lesung waren die Wukis schließlich auch in Göttingen, um sich ein bisschen über den Stand der Dinge zu informieren. Es steht ja Einiges an und bisher war aus offiziellen Quellen noch nichts verbreitet worden.
Das hat Gründe. Der Zeitplan erfährt nämlich mal wieder einige Änderungen. Das Duettalbum kommt nun doch nicht mehr in diesem Jahr, sondern im Februar. Die Ariola war zwar ursprünglich bereit das Teil ins Weihnachtsgeschäft zu werfen, aber unter der Bedingung der medialen Aufmerksamkeit des obligatorischen TV-Auftritts vor Millionenpublikum, also bei Frau Nebel. Diese war auch sehr interessiert, und zwar an dem Duett HRK/Reinhard Mey, das zunächst im Gespräch war. Leider hat dieser aber abgesagt. Er habe bei dem Album sehr gern mitgemacht, aber für einen Nebel-Auftritt stehe er nicht zur Verfügung, zumal seine Platte prima läuft, und seine Tour auch schon ausverkauft sei.
Auf die Schnelle einen anderen Duo-Partner zu finden, und dem ZDF zeitnah anzubieten, war offenbar nicht möglich, zumal der dazugehörige Song vom Label ja auch noch als Pro-Forma-Single hätte durchgewunken werden müsste.
Die nächste Nebel-Sendung, bis zu der man sich dann neu aufgestellt haben will, ist erst im Februar, und da kommt dann auch erst das Album. Schade für Leo, der Tag und Nacht geschuftet hatte, um den Abgabetermin (18.9.) zu halten, und nun erfährt, dass er sich eigentlich auch hätte Zeit lassen können.
Trotzdem aus meiner Sicht eine richtige Entscheidung, denn das Album wäre im Weihnachtsgeschäft vermutlich erdrückt worden. Im Februar wird es besser zu platzieren sein.

Zum Album selbst ist zu sagen, dass es 14 Titel enthält, von denen zwei quasi neu sind. “Fair Play”, eine Heiner Lürig-Komposition, auf der Heiner auch die Chöre singt, ist schon ein paar Jahre alt, und von Heiner quasi wiederentdeckt, und das Titelstück “Ich bin” entstand extra für das Album. Dieser Song, der letzte auf dem Album, ist eine Art sarkastischer Rückblick auf 30 Jahre HRK.

Leider hat die Verzögerung natürlich Auswirkungen auf weitere Projekte, speziell auf Räuberzivil. Das Album wird, wie geplant, im Dezember eingespielt, kann aber nicht vor Ablauf einer Sperrfrist von 3 Monaten nach VÖ des Duettalbums erscheinen. Räuberzivil-Konzerte, in denen es auch schon Songs vom Album geben wird, finden früh im Jahr bereits statt. Aber nicht in Tourneeform, sondern sporadisch wie auch weitere Lesungsveranstaltungen mit Jan Drees.

Im Spätsommer/Frühherbst, und das ist neu, wird es eine umfangreiche “Best of“- Tour mit Verstärkung geben, was gleichzeitig bedeutet, dass die Band 2012 kein neues Album aufnehmen wird, und den Zweijahres-Rhythmus damit einmal nicht praktiziert.

Die amtliche Räuberzivil-Tour durch ca. 20 Städte stellt sich Heinz dann ziemlich zum Abschluss des Jahres 2012 vor, und bezeichnet die zum Quartett ausgebaute Mannschaft als seinen momentanen Lieblingsspielplatz und stellt ein ganz neues RZ-Feeling in Aussicht. Peter Pichl´s Bass ermöglicht ganz neue Konstellationen und entlastet die übrigen Akteure. Zudem wird Hajo gelegentlich ans Keyboard ausweichen.

Wie ich im Forum lesen konnte, haben wir dort bereits eine Empfehlung für das Album “Kassiber” von Jan Drees, die ich hier auch unterbringen wollte, obwohl ich mich damit noch kaum beschäftigt habe. Bereits bei der Göttinger Lesung, wo Jan außer einem fünfminütigen Intro wenig Zeit hatte, um seine umfangreiche Bandbreite vorzustellen, war ich ziemlich begeistert von seinen aufgeschichteten Loop-Klangkonstruktionen, die vor allem eine atemberaubende Präzision erfordern. Zudem glaubt man stellenweise wirklich Mike Oldfield, Pat Metheny oder andere charakteristische Saitenzauberer vor sich zu haben, so erlesen kombiniert er die Effekte mit Virtuosität.
Ein ganz Netter ist der Jan übrigens außerdem. Dabei glaubt man kaum, wie er bei Heinz gelandet ist. Er hat sich nämlich schlicht und einfach schriftlich beworben. So etwas gibt es bei Musikern auch.

Und ich bewerbe micht jetzt dafür, diesen Text zu beschließen. Bis die Tage…

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